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07-06-05 Tirol THG Brennerkorridortransit V06

Gemeenteraad 6 maart 2023, gemeente VeendamBij agendapunt: Ingekomen stukken week 23-0710.767 woorden

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Endbericht

Entwicklung der Energieeffizienz des transitierenden Güterverkehrs am Brennerkorridor in Tirol

Im Auftrag des Amtes des Tiroler Landesregierung, Februar 2023

Auftraggeber: Amt der Tiroler Landesregierung Abteilung Mobilitätsplanung Herrengasse 3, 6020 Innsbruck T +43 512 508 4087 E mobilitaetsplanung@tirol.gv.at W www.tirol.gv.at/verkehr/mobilitaetsplanung/

Auftragnehmer: HERRY Consult GmbH A-1040 Wien Argentinierstraße 21 T +43 1 504 12 58 F +43 1 504 35 36 E office@herry.at W www.herry.at

Bearbeitung: Dipl.-Ing. Norbert Sedlacek Dokument: Tirol_THG_Brennerkorridortransit_V06.docx GZ: 11578 Stand: 07. Februar 2023

THG+Energiebedarf, Transit am Brennerkorridor

Bericht, 07. Februar 2023

Inhaltsverzeichnis 1

Einleitung ......................................................................................................................................... 2

2

Methodische Vorgehensweise ...................................................................................................... 4

3

4

2.1

Verkehrsinfrastruktur .................................................................................................................. 4

2.2

Verkehrsaufkommen und Verkehrsleistung Status Quo 2019 ................................................ 5

2.3

Verkehrsaufkommen und Verkehrsleistung der Modal-Split-Szenarien ................................ 6

2.4

Emissions- und Energiebedarfsfaktoren für den Straßengüterverkehr .............................. 12

2.5

Emissions- und Energiebedarfsfaktoren für den Schienengüterverkehr ............................ 15

2.6

Kennzahlen zur Einordnung der Ergebnisse .......................................................................... 17

Ergebnisse..................................................................................................................................... 19 3.1

Direkte Treibhausgasemissionen (Tank to Wheel) ................................................................ 19

3.2

Treibhausgasemissionen inkl. Herstellung Treibstoff und Energie (Well to Wheel) .......... 21

3.3

Endenergiebedarf ...................................................................................................................... 24

3.4

Einordnung der Ergebnisse...................................................................................................... 28

Fazit ................................................................................................................................................ 32

HERRY CONSULT GMBH

SEITE 1

THG+Energiebedarf, Transit am Brennerkorridor

1

Bericht, 07. Februar 2023

Einleitung

Das Amt der Tiroler Landesregierung hat die vorliegende Studie zur „Entwicklung der Energieeffizienz des transitierenden Güterverkehrs am Brennerkorridor in Tirol“ vergeben. Die Studie soll Vergleiche bezüglich des Energiebedarfs und der Treibhausgasemissionen des Straßen- und Schienentransitverkehrs auf dem Brennerkorridor in Tirol unterschieden nach Antriebsarten, Infrastrukturoptionen sowie 2 Modal-Split-Szenarien aufzeigen. Konkretes Ziel der Studie ist die Gegenüberstellung der 

Energieeffizienz sowie

der Treibhausgas(THG)-Emissionen (CO2-Äquivalente)

im transitierenden Güterverkehr in Tirol am Brennerkorridor. Die Studie betrachtet den Streckenabschnitt Brennerkorridor in Tirol von Kufstein über Innsbruck bis zur Staatsgrenze am Brenner. Untersuchungsgegenstand ist ausschließlich der transitierende Güterverkehr sowohl auf der Straße (Streckenführung A12 / A13) als auch auf der Bahn mit zwei Möglichkeiten (Brennerbahn Bestand und die künftige Flachbahn durch den Brennerbasistunnel (BBT)). Die Studie vergleicht die aktuelle Ist-Situation (Bezugsjahr 2019) mit einer vollständigen Dekarbonisierung (Ansatz: Güteraufkommen = Niveau 2019). Sämtliche Vergleiche werden für folgenden Modal-Split-Szenarien dargelegt: 

Bestands-Modal-Split im Jahr 2019,

Verlagerung von 5% der Lkw-Transitfahrten auf die Schiene

Verlagerung von 10% der Lkw-Transitfahrten auf die Schiene

Verlagerung von 15% der Lkw-Transitfahrten auf die Schiene

Verlagerung von 20% der Lkw-Transitfahrten auf die Schiene

Verlagerung von 25% der Lkw-Transitfahrten auf die Schiene

Verlagerung von 30% der Lkw-Transitfahrten auf die Schiene

Verlagerung von 35% der Lkw-Transitfahrten auf die Schiene

Ermittelt werden die Einsparpotenziale in Energie und Treibhausgasen gegenüber dem aktuellen Stand. Die Ermittlung der CO2-Äquivalente erfolgt je Energieträger (Strom, Diesel, Wasserstoff, etc.) und bezüglich der korridorspezifischen Gegebenheiten auf Basis der Endenergie. Vorgelagerte Verluste je Energieträger werden qualitativ adressiert bzw. über die Darstellung der CO2-Emissionen im Vergleich Tank to Wheel (direkte Emissionen während der Fahrt) und Well to Wheel (direkte Emissionen während der Fahrt und Emissionen für die Treibstoff,- Strom- und Wasserstofferzeugung) thematisiert. Die absoluten und spezifischen Energiebedarfe der Antriebstechnologien je Verkehrsart werden für folgende Varianten dargestellt: 

Straße: -

Verbrenner mit Diesel (Status Quo)

-

Verbrenner mit CNG

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SEITE 2

THG+Energiebedarf, Transit am Brennerkorridor

Bericht, 07. Februar 2023

-

Verbrenner mit LNG

-

BEV (Batterie-Elektrisch),

-

FCEV (Wasserstoff-Brennstoffzelle),

-

Oberleitung (OEV) (Annahme: der gesamte Korridor ist elektrifiziert, unabhängig von möglichen technischen Einschränkungen bei Tunneln, Brücken oder anderen spezifischen baulichen Verhältnissen)

Schiene -

Bergstrecke

-

Flachbahn mit BBT

Die Ergebnisse werden für interessierte Leser:innen mit geeigneten Vergleichen eingeordnet.

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SEITE 3

THG+Energiebedarf, Transit am Brennerkorridor

2

Bericht, 07. Februar 2023

Methodische Vorgehensweise

In den folgenden Unterkapiteln wird zusammenfassend dargestellt, welche Daten genutzt, wie diese zusammengeführt und welche Schätzungen vorgenommen wurden, um die gewünschten Aussagen ableiten zu können. Um die angestrebten Ergebnisse (siehe Kapitel 1) erarbeiten zu können, müssen folgende Informationen zusammengetragen werden: 

Infrastrukturmerkmale der Straße und den beiden Schieneninfrastrukturvarianten (Bergstrecke und in Bau befindlicher Brennerbasistunnel (BBT)) -

Abschnittsweise Streckenlängen

-

Abschnittsweise Steigungsverhältnisse

Verkehrsaufkommen und Verkehrsleistung des transitierenden Güterverkehrs am Brennerkorridor unterschieden nach Streckenabschnitten und richtungsgetrennt für Straße und Schiene im Jahr 2019

Direkte (Tank to Wheel) und die Treibstoff-, Strom bzw. Wasserstoffproduktion (Well to Wheel) berücksichtigende Treibhausgasemissionsfaktoren (CO2-Äquivalente/Verkehrsleistung) unterschieden nach -

Antriebsarten im Straßenverkehr

-

Steigungsverhältnissen am Straßenkorridor

-

Steigungsverhältnissen der beiden Schieneninfrastrukturvarianten (bestehende Bergstrecke, in Bau befindlicher BBT)

Endenergiebedarfsfaktoren unterschieden nach den obigen Kriterien

Kennzahlen zur leichteren Einordnung der Ergebnisse bezüglich der Energiebedarfsvergleiche

Darüber hinaus sind neben dem Status-Quo-Szenario das Verkehrsaufkommen und die Leistungen für die Modal-Split-Szenarien (5% bis 35% Verlagerung von Lkw-Transitfahrten auf die Schiene) zu ermitteln.

2.1

Verkehrsinfrastruktur

Zunächst müssen die Streckenlängen der für die Studie relevanten Verkehrsinfrastruktur sowie durchschnittliche Neigungen unterschieden nach Streckenabschnitten ermittelt werden. Dies ermöglicht es 

korridorspezifische Aussagen zu CO2-Emissionen und Energiebedarf zu tätigen

die Verkehrsdaten ausgehend von den zur Verfügung stehenden veröffentlichten Statistiken in der benötigten Detailliertheit (siehe Kapitel 2.2) darzulegen.

Folgende Quelle stehen dazu zur Verfügung: 

Streckenverzeichnis der ASFINAG für die Inntalautobahn (A12) und die Brenner Autobahn (A13).

Neigung je Autobahnabschnitt: Höhenlinienanalyse

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eigene

Erhebung

Herry

Consult

basierend

auf

SEITE 4

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Bericht, 07. Februar 2023

Diverse Informationen der BBT SE zur Bestandsinfrastruktur und zum Basistunnel (Längen und Neigungen)

Aus diesen Quellen konnten folgende für die Studie relevanten Informationen zur Infrastruktur des Brennerkorridors in Tirol zusammengestellt werden: Brennerkorridor in Tirol: Streckeninfo Straße km

Schiene Berg Neigung

km

Schiene BBT

Neigung

km

Neigung

Kufstein

Innsbruck

76,9

0,0%

89,0

0,0%

83,611

0,00%

Innsbruck

Brenner

36,5

3,0%

35,5

2,6%

27,58

0,70%

Brenner

Innsbruck

36,5

-3,0%

35,5

-2,6%

27,58

-0,70%

Innsbruck

Kufstein

76,9

0,0%

89,0

0,0%

83,611

0,00%

Richtung SÜD

113,4

124,5

111,2

Richtung NORD

113,4

124,5

111,2

Gesamt

113,4

124,5

111,2

Tabelle 1: Streckeninformationen zum Brennerkorridor

2.2

Verkehrsaufkommen und Verkehrsleistung Status Quo 2019

Für die unterschiedlichen Berechnungen, um letztendlich die gewünschten Vergleiche darstellen zu können, sind insbesondere folgende Verkehrsdaten für den transitierenden Verkehr am Brennerkorridor in Tirol relevant: 

Anzahl Lkw-Fahrten und Zugfahrten

Fahrleistung Straße (Lkw-km) und Schiene (Zugkilometer)

Transportaufkommen Straße und Schiene (in Nettotonnen)

Transportleistung Straße und Schiene (in Nettotonnenkilometer)

Gewichtsaufkommen Schiene (Bruttotonnen)

Gewichtsleistung Schiene (Bruttotonnenkilometer)

Nicht alle diese Größen stehen aus veröffentlichten Statistiken zu Verfügung, können aber mittels der in Kapitel 2.1 dargestellten Streckenlängen sowie Übertrag von Verhältnissen (z.B. Bruttotonnen zu Nettotonnen) abgeleitet werden. Wesentliche Quellen für die Verkehrsinformationen sind: 

Ergebnisse der Erhebung zum Alpenquerenden Güterverkehr 2019 (im Auftrag des BMK): -

Lkw-Transitfahrten über den Brenner

-

Tonnageaufkommen der über den Brenner transitierenden Lkw

-

Nettotonnageaufkommen der über den Brenner transitierenden Züge

Sonderauswertung der Schienen-Control GmbH für Herry Consult -

Gesamtnettotonnenkilometer am Brennerkorridor in Österreich 2019

-

Gesamtbruttotonnenkilometer am Brennerkorridor in Österreich 2019

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Bericht, 07. Februar 2023

Mit Hilfe dieser Eingangsdaten sowie den Informationen zu den Streckenlängen der Straßen- und Schieneninfrastruktur können die relevanten Verkehrsdaten aufbereitet und dargelegt werden. Verkehrsaufkommen Bestand 2019 Transitverkehr (ohne Quell- und Zielverkehr) Transportaufkommen (NettoT)

Fahrten Straße (Lkw)

Schiene (Züge)

Straße

Schiene

Richtung SÜD

16 590 158

6 809 879

1 119 542

15 510

Richtung NORD

17 943 596

5 373 461

1 153 725

12 239

Gesamt

34 533 754

12 183 340

2 273 267

27 749

Tabelle 2: Verkehrsaufkommen Szenario -25% Lkw-Transit-Fahrten 2019

Verlehrsleistung Bestand 2019 Transitverkehr (ohne Quell- und Zielverkehr) Transportleistung (Nettotonnen-km)

Fahrleistung

Straße

Schiene Berg

Schiene BBT *)

Straße (Lkw-km)

Schiene Berg Schiene BBT (Zug-km) (Zug-km) *)

Kufstein

Innsbruck

1 275 949 029

605 908 980

569 380 789

86 104 012

1 380 023

1 296 827

Innsbruck

Brenner

605 308 494

241 750 703

187 816 462

40 847 627

550 613

427 772

Brenner

Innsbruck

654 690 039

190 757 882

148 200 068

42 094 809

434 472

337 542

Innsbruck

Kufstein

1 380 041 959

478 103 735

449 280 488

88 732 987

1 088 933

1 023 285

Richtung SÜD

1 881 257 523

847 659 683

757 197 251 126 951 639

1 930 637

1 724 599

Richtung NORD

2 034 731 998

668 861 617

597 480 555 130 827 796

1 523 405

1 360 827

3 915 989 521 1 516 521 300 1 354 677 806 257 779 434

3 454 042

3 085 426

Gesamt

*) theoretische Fahrleistung, wenn das gesamte Transitaufkommen auf der Schiene nach Fertigstellung über den BBT abgewickelt wird Tabelle 3: Verkehrsleistung Szenario -25% Lkw-Transit-Fahrten 2019

2.3

Verkehrsaufkommen und Verkehrsleistung der Modal-Split-Szenarien

Neben der Analyse der Veränderung der Treibhausgasemissionen und des Energieverbrauchs durch die Dekarbonisierung des Verkehrs basierend auf dem Verkehr im Ist-Zustand 2019 erfolgt die Darstellung auch für Szenarien, in welchen die Anzahl der transitierenden Lkw über den Brennerkorridor schrittweise um 5% bis 35% reduziert werden. Dies bedeutet eine erzwungene Reduktion der Lkw-Fahrten im Vergleich zum Ist-Fahrtenaufkommen. Die Auswirkungen einer solchen Deckelung müsste mittels eines Verkehrsmodells analysiert und bewertet werden. Grundsätzlich können folgende unterschiedliche Reaktionen erfolgen:

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Bericht, 07. Februar 2023

Verlagerung der Fahrten auf den alternativen Verkehrsträger Schiene (egal ob in Form von zusätzlichen ROLA1-Fahrten oder abgewickelt als Verkehr im unbegleiteten kombinierten Verkehr oder Wagenladungsverkehr)

Veränderung der Routenwahl und Abwicklung der Fahrten über andere Alpenübergänge

Verzicht auf die Fahrten (z.B. durch Umstrukturierung der Lieferketten)

In Realität würde sich bei einer solchen Deckelung eine Mischung aus diesen drei möglichen Reaktionen ergeben. Wie hoch die Anteile der jeweiligen Optionen sind, könnte beispielsweise mittels Einsatzes eines Verkehrsmodells geschätzt werden. Im Rahmen dieser Studie ist der Einsatz eines solchen Modells nicht möglich. In Absprache mit dem Auftraggeber wird für die weiteren Berechnungen angenommen, dass die komplette Tonnage, die in den jeweiligen Szenarien nicht mehr mit Lkw über den Brennerkorridor transitieren kann, auf der Schiene den Korridor passieren wird. Routenverlagerungen oder Zieländerungen werden nicht berücksichtigt. Damit ergeben sich für die unterschiedlichen Reduktionszenarien folgende theoretische Verkehrsaufkommen und folgende theoretische Verkehrsleistungen (für das Jahr 2019):

2.3.1 Szenario -5% Lkw-Transit-Fahrten Verkehrsaufkommen Szenario -5% Lkw-Fahrten Transitverkehr (ohne Quell- und Zielverkehr) Transportaufkommen Fahrten (NettoT) Straße

Schiene

Straße (Lkw)

Schiene (Züge)

Richtung SÜD

15 760 650

7 639 387

1 063 565

17 400

Richtung NORD

17 046 416

6 270 641

1 096 039

14 282

Gesamt

32 807 066

13 910 028

2 159 604

31 682

Tabelle 4: Verkehrsaufkommen Szenario -5% Lkw-Transit-Fahrten 2019

1

Rollende Landstraße

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THG+Energiebedarf, Transit am Brennerkorridor

Bericht, 07. Februar 2023

Verlehrsleistung Szenario -5% Lkw-Fahrten Transitverkehr (ohne Quell- und Zielverkehr) Transportleistung (Nettotonnen-km)

Fahrleistung

Straße

Schiene Berg

Schiene BBT *)

Straße (Lkw-km)

Schiene Berg (Zug-km)

Schiene BBT (Zug-km) *)

Kufstein

Innsbruck

1 212 151 578

679 714 444

638 736 773

81 798 811

1 548 123

1 454 792

Innsbruck

Brenner

575 043 069

271 198 233

210 694 289

38 805 245

617 683

479 879

Brenner

Innsbruck

621 955 537

222 607 765

172 944 286

39 990 068

507 013

393 899

Innsbruck

Kufstein

1 311 039 861

557 930 307

524 294 587

84 296 337

1 270 747

1 194 138

Richtung SÜD

1 787 194 647

950 912 677

849 431 062

120 604 057

2 165 807

1 934 671

Richtung NORD

1 932 995 398

780 538 072

697 238 874

124 286 406

1 777 760

1 588 037

3 720 190 045 1 731 450 749 1 546 669 936

244 890 462

3 943 567

3 522 709

Gesamt

*) theoretische Fahrleistung, wenn das gesamte Transitaufkommen dieses MS-Szenarios auf der Schiene nach Fertigstellung über den BBT abgewickelt wird

Tabelle 5: Verkehrsleistung Szenario -5% Lkw-Transit-Fahrten 2019

2.3.2 Szenario -10% Lkw-Transit-Fahrten Verkehrsaufkommen Szenario -10% Lkw-Fahrten Transitverkehr (ohne Quell- und Zielverkehr) Transportaufkommen Fahrten (NettoT) Straße

Schiene

Straße (Lkw)

Schiene (Züge)

Richtung SÜD

14 931 142

8 468 895

1 007 588

19 289

Richtung NORD

16 149 236

7 167 821

1 038 352

16 325

Gesamt

31 080 378

15 636 716

2 045 941

35 614

Tabelle 6: Verkehrsaufkommen Szenario -10% Lkw-Transit-Fahrten 2019 Verlehrsleistung Szenario -10% Lkw-Fahrten Transitverkehr (ohne Quell- und Zielverkehr) Transportleistung (Nettotonnen-km) Straße

Schiene Berg

Schiene BBT *)

Straße (Lkw-km)

Fahrleistung Schiene Berg (Zug-km)

Schiene BBT (Zug-km) *)

Kufstein

Innsbruck

1 148 354 126

753 519 908

708 092 757

77 493 611

1 716 223

1 612 758

Innsbruck

Brenner

544 777 645

300 645 763

233 572 117

36 762 864

684 753

531 986

Brenner

Innsbruck

589 221 035

254 457 648

197 688 505

37 885 328

579 555

450 257

Innsbruck

Kufstein

1 242 037 763

637 756 879

599 308 687

79 859 688

1 452 561

1 364 991

Richtung SÜD

1 693 131 771 1 054 165 671

941 664 873

114 256 475

2 400 977

2 144 744

Richtung NORD

1 831 258 798

796 997 192

117 745 016

2 032 115

1 815 248

3 524 390 569 1 946 380 198 1 738 662 065

232 001 491

4 433 092

3 959 992

Gesamt

892 214 527

*) theoretische Fahrleistung, wenn das gesamte Transitaufkommen dieses MS-Szenarios auf der Schiene nach Fertigstellung über den BBT abgewickelt wird

Tabelle 7: Verkehrsleistung Szenario -10% Lkw-Transit-Fahrten 2019

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SEITE 8

THG+Energiebedarf, Transit am Brennerkorridor

Bericht, 07. Februar 2023

2.3.3 Szenario -15% Lkw-Transit-Fahrten Verkehrsaufkommen Szenario -15% Lkw-Fahrten Transitverkehr (ohne Quell- und Zielverkehr) Transportaufkommen Fahrten (NettoT) Straße

Schiene

Straße (Lkw)

Schiene (Züge)

Richtung SÜD

14 101 634

9 298 403

951 611

21 178

Richtung NORD

15 252 056

8 065 001

980 666

18 369

Gesamt

29 353 691

17 363 403

1 932 277

39 547

Tabelle 8: Verkehrsaufkommen Szenario -15% Lkw-Transit-Fahrten 2019 Verlehrsleistung Szenario -15% Lkw-Fahrten Transitverkehr (ohne Quell- und Zielverkehr) Transportleistung (Nettotonnen-km)

Fahrleistung

Straße

Schiene Berg

Schiene BBT *)

Straße (Lkw-km)

Schiene Berg (Zug-km)

Schiene BBT (Zug-km) *)

Kufstein

Innsbruck

1 084 556 675

827 325 372

777 448 741

73 188 410

1 884 323

1 770 724

Innsbruck

Brenner

514 512 220

330 093 293

256 449 944

34 720 483

751 823

584 093

Brenner

Innsbruck

556 486 533

286 307 531

222 432 724

35 780 588

652 096

506 615

Innsbruck

Kufstein

1 173 035 665

717 583 451

674 322 787

75 423 039

1 634 374

1 535 843

Richtung SÜD

1 599 068 895 1 157 418 665 1 033 898 685

107 908 893

2 636 147

2 354 816

Richtung NORD

1 729 522 198 1 003 890 982

896 755 511

111 203 626

2 286 471

2 042 458

3 328 591 093 2 161 309 647 1 930 654 195

219 112 519

4 922 617

4 397 275

Gesamt

*) theoretische Fahrleistung, wenn das gesamte Transitaufkommen dieses MS-Szenarios auf der Schiene nach Fertigstellung über den BBT abgewickelt wird

Tabelle 9: Verkehrsleistung Szenario -15% Lkw-Transit-Fahrten 2019

2.3.4 Szenario -20% Lkw-Transit-Fahrten Verkehrsaufkommen Szenario -20% Lkw-Fahrten Transitverkehr (ohne Quell- und Zielverkehr) Transportaufkommen Fahrten (NettoT) Straße

Schiene

Straße (Lkw)

Schiene (Züge)

Richtung SÜD

13 272 126

10 127 910

895 634

23 067

Richtung NORD

14 354 877

8 962 181

922 980

20 412

Gesamt

27 627 003

19 090 091

1 818 614

43 480

Tabelle 10: Verkehrsaufkommen Szenario -20% Lkw-Transit-Fahrten 2019

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SEITE 9

THG+Energiebedarf, Transit am Brennerkorridor

Bericht, 07. Februar 2023

Verlehrsleistung Szenario -20% Lkw-Fahrten Transitverkehr (ohne Quell- und Zielverkehr) Transportleistung (Nettotonnen-km)

Fahrleistung

Straße

Schiene Berg

Schiene BBT *)

Straße (Lkw-km)

Schiene Berg (Zug-km)

Schiene BBT (Zug-km) *)

Kufstein

Innsbruck

1 020 759 223

901 130 836

846 804 724

68 883 209

2 052 423

1 928 690

Innsbruck

Brenner

484 246 795

359 540 823

279 327 771

32 678 101

818 893

636 199

Brenner

Innsbruck

523 752 031

318 157 413

247 176 942

33 675 847

724 638

562 972

Innsbruck

Kufstein

1 104 033 567

797 410 024

749 336 887

70 986 389

1 816 188

1 706 696

Richtung SÜD

1 505 006 019 1 260 671 659 1 126 132 496

101 561 311

2 871 317

2 564 889

Richtung NORD

1 627 785 598 1 115 567 437

996 513 829

104 662 236

2 540 826

2 269 668

3 132 791 617 2 376 239 096 2 122 646 325

206 223 547

5 412 143

4 834 557

Gesamt

*) theoretische Fahrleistung, wenn das gesamte Transitaufkommen dieses MS-Szenarios auf der Schiene nach Fertigstellung über den BBT abgewickelt wird

Tabelle 11: Verkehrsleistung Szenario -20% Lkw-Transit-Fahrten 2019

2.3.5 Szenario -25% Lkw-Transit-Fahrten Verkehrsaufkommen Szenario -25% Lkw-Fahrten Transitverkehr (ohne Quell- und Zielverkehr) Transportaufkommen Fahrten (NettoT) Straße

Schiene

Straße (Lkw)

Schiene (Züge)

Richtung SÜD

12 442 618

10 957 418

839 657

24 957

Richtung NORD

13 457 697

9 859 360

865 294

22 456

Gesamt

25 900 315

20 816 779

1 704 951

47 412

Tabelle 12: Verkehrsaufkommen Szenario -25% Lkw-Transit-Fahrten 2019 Verlehrsleistung Szenario -25% Lkw-Fahrten Transitverkehr (ohne Quell- und Zielverkehr) Transportleistung (Nettotonnen-km)

Fahrleistung

Straße

Schiene Berg

Schiene BBT *)

Straße (Lkw-km)

Schiene Berg (Zug-km)

Schiene BBT (Zug-km) *)

Kufstein

Innsbruck

956 961 772

974 936 300

916 160 708

64 578 009

2 220 523

2 086 655

Innsbruck

Brenner

453 981 371

388 988 353

302 205 599

30 635 720

885 963

688 306

Brenner

Innsbruck

491 017 529

350 007 296

271 921 161

31 571 107

797 180

619 330

Innsbruck

Kufstein

1 035 031 469

877 236 596

824 350 986

66 549 740

1 998 002

1 877 549

Richtung SÜD

1 410 943 143 1 363 924 653 1 218 366 307

95 213 729

3 106 486

2 774 962

Richtung NORD

1 526 048 998 1 227 243 892 1 096 272 147

98 120 847

2 795 181

2 496 879

Gesamt

2 936 992 141 2 591 168 545 2 314 638 455

193 334 576

5 901 668

5 271 840

*) theoretische Fahrleistung, wenn das gesamte Transitaufkommen dieses MS-Szenarios auf der Schiene nach Fertigstellung über den BBT abgewickelt wird

Tabelle 13: Verkehrsleistung Szenario -25% Lkw-Transit-Fahrten 2019

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THG+Energiebedarf, Transit am Brennerkorridor

Bericht, 07. Februar 2023

2.3.6 Szenario -30% Lkw-Transit-Fahrten Verkehrsaufkommen Szenario -30% Lkw-Fahrten Transitverkehr (ohne Quell- und Zielverkehr) Transportaufkommen Fahrten (NettoT) Straße

Schiene

Straße (Lkw)

Schiene (Züge)

Richtung SÜD

11 613 110

11 786 926

783 680

26 846

Richtung NORD

12 560 517

10 756 540

807 607

24 499

Gesamt

24 173 628

22 543 467

1 591 287

51 345

Tabelle 14: Verkehrsaufkommen Szenario -30% Lkw-Transit-Fahrten 2019 Verlehrsleistung Szenario -30% Lkw-Fahrten Transitverkehr (ohne Quell- und Zielverkehr) Transportleistung (Nettotonnen-km) Straße

Schiene Berg

Fahrleistung

Schiene BBT *)

Straße (Lkw-km)

Schiene Berg (Zug-km)

Schiene BBT (Zug-km) *)

Kufstein

Innsbruck

893 164 321 1 048 741 765

985 516 692

60 272 808

2 388 623

2 244 621

Innsbruck

Brenner

423 715 946

418 435 882

325 083 426

28 593 339

953 033

740 413

Brenner

Innsbruck

458 283 027

381 857 179

296 665 380

29 466 366

869 721

675 688

Innsbruck

Kufstein

966 029 371

957 063 168

899 365 086

62 113 091

2 179 815

2 048 402

Richtung SÜD

1 316 880 266 1 467 177 647 1 310 600 119

88 866 147

3 341 656

2 985 034

Richtung NORD

1 424 312 399 1 338 920 346 1 196 030 466

91 579 457

3 049 536

2 724 089

Gesamt

2 741 192 665 2 806 097 994 2 506 630 584

180 445 604

6 391 193

5 709 123

*) theoretische Fahrleistung, wenn das gesamte Transitaufkommen dieses MS-Szenarios auf der Schiene nach Fertigstellung über den BBT abgewickelt wird

Tabelle 15: Verkehrsleistung Szenario -30% Lkw-Transit-Fahrten 2019

2.3.7 Szenario -35% Lkw-Transit-Fahrten Verkehrsaufkommen Szenario -35% Lkw-Fahrten Transitverkehr (ohne Quell- und Zielverkehr) Transportaufkommen (NettoT) Straße

Schiene

Richtung SÜD

10 783 603

Richtung NORD Gesamt

Fahrten Straße (Lkw)

Schiene (Züge)

12 616 434

727 703

28 735

11 663 337

11 653 720

749 921

26 543

22 446 940

24 270 154

1 477 624

55 278

Tabelle 16: Verkehrsaufkommen Szenario -35% Lkw-Transit-Fahrten 2019

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THG+Energiebedarf, Transit am Brennerkorridor

Bericht, 07. Februar 2023

Verlehrsleistung Szenario -35% Lkw-Fahrten Transitverkehr (ohne Quell- und Zielverkehr) Transportleistung (Nettotonnen-km) Straße

Schiene Berg

Schiene BBT *)

Fahrleistung Straße (Lkw-km)

Schiene Berg (Zug-km)

Schiene BBT (Zug-km) *)

Kufstein

Innsbruck

829 366 869 1 122 547 229 1 054 872 676

55 967 608

2 556 723

2 402 587

Innsbruck

Brenner

393 450 521

447 883 412

347 961 254

26 550 957

1 020 103

792 520

Brenner

Innsbruck

425 548 525

413 707 061

321 409 599

27 361 626

942 263

732 045

Innsbruck

Kufstein

897 027 273 1 036 889 740

974 379 186

57 676 441

2 361 629

2 219 254

Richtung SÜD

1 222 817 390 1 570 430 641 1 402 833 930

82 518 565

3 576 826

3 195 107

Richtung NORD

1 322 575 799 1 450 596 801 1 295 788 784

85 038 067

3 303 892

2 951 300

Gesamt

2 545 393 189 3 021 027 442 2 698 622 714

167 556 632

6 880 718

6 146 406

*) theoretische Fahrleistung, wenn das gesamte Transitaufkommen dieses MS-Szenarios auf der Schiene nach Fertigstellung über den BBT abgewickelt wird

Tabelle 17: Verkehrsleistung Szenario -35% Lkw-Transit-Fahrten 2019

2.4

Emissions- und Energiebedarfsfaktoren für den Straßengüterverkehr

Das Umweltbundesamt veröffentlicht regelmäßig verkehrsrelevante Emissions- und Energiebedarfsfaktoren, die sich auf die durchschnittliche Flotte und die durchschnittliche Verkehrssituation in Österreich beziehen. Damit kann die spezifischen Situationen (Flachstrecke im Unterinntal, Bergstrecke am Brenner) für den Verkehr über den Brennerkorridor nicht entsprechend abgebildet werden. Daher wurde auf andere Datenquellen zurückgegriffen. Das Handbuch für Emissionsfaktoren (aktuell Version 4.2 – siehe https://www.hbefa.net/d/) ermöglicht es, für 

spezifische Verkehrssituationen,

spezifische Straßentypen,

spezifische Topographien,

spezifische Fahrzeugtypen (im Lkw-Bereich unterschieden nach Antriebsarten, EuroEmissionsklassen und Fahrzeuggröße nach Klassen des höchstzulässigen Gesamtgewichtes)

unterschiedliche Staaten (unter anderem auch für Österreich) und

unterschiedliche Zeitpunkte

Emissionsfaktoren und Endenergiebedarfsfaktoren für die Straße abzuleiten. Folgende Parameter wurden für die Ermittlung der Emissions- und Energiebedarfsfaktoren mittels Handbuchs definiert: 

Verkehrssituation: Flüssig (Lkw: 80 km/h)

Straßentypen: Autobahn Überland

Topographie: -

A12 im unteren Inntal: 0% Steigung

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-

A13 Innsbruck – Brenner: +2% Steigung (das Handbuch ermöglicht die Auswahl 2% oder 4%, die tatsächliche Strecke weist eine Steigerung von durchschnittlich knapp 3% auf – für die Berechnungen wurden die Werte für 2% herangezogen)

-

A13 Brenner – Innsbruck: -2%

Fahrzeugtypen: -

Sattelzug mit 34t bis 40t höchstzulässigem Gesamtgewicht (hzG), Diesel EURO VI D-E

-

Sattelzug (Gewicht nicht spezifiziert), CNG Euro-VI

-

Sattelzug (Gewicht nicht spezifiziert), LNG Euro-VI (CI)

-

Sattelzug (Gewicht nicht spezifiziert), BEV

-

Sattelzug (Gewicht nicht spezifiziert), FCEV

Staaten: Österreich

Zeitpunkt: Jahr 2020 (Strommix in diesem Jahr)

Neben unterschiedlichen Luftschadstoffemissionsfaktoren, die für die gegenständliche Studie nicht von Bedeutung sind, lassen sich folgende für die Studie relevanten Kennwerte für den in der obigen Punktation beschriebenen Verkehr ableiten: 

Treibhausgase (CO2-Äquivalente – CO2e), die direkt bei der Fahrt entstehen (Tank to Wheel – TTW) in g/km

Treibhausgase, die durch die Produktion von Treibstoff, Wasserstoff bzw. Strom entstehen (Well to Tank – WTT) in g/km

Well to Wheel (WTW); Summe der obigen Treibhausgasemissionen

Endenergiebedarf in MJ/km (bzw. umgerechnet in kWh/km)

Zur Information: Endenergie ist die Energie, die aus Primärenergieträgern wie z.B. Braunkohlen, Steinkohlen, Erdöl, Erdgas, Wasser oder Wind durch Umwandlung gewonnen wird. Dabei wird die Primärenergie in eine Form umgewandelt, die der Verbraucher nutzen kann, z.B. Strom, Wärme oder Kraftstoffe. Da bei der Umwandlung ein Teil der Energie verloren geht (bzw. physikalisch korrekter in nicht mehr weiter nutzbare Energieformen umgewandelt wird), ist die Summe des Endenergiebedarfs geringer als die Summe des Primärenergiebedarfs. Für die Antriebsart Oberleitungs-Lkw gibt es im Handbuch für Emissionsfaktoren keine entsprechenden Emissions- und Energiebedarfsfaktoren. Das in Abschluss befindliche Projekt Energyroads (https://www.energyagency.at/energyroads) im Auftrag des Klima- und Energiefonds führt dazu aus, dass bei Oberleitungs-Lkw 

keine direkten Treibhaus-Emissionen anfallen,

die Treibhausgasemissionen der Stromerzeugung von der Art der Stromerzeugung abhängen und damit gleich wie bei BEV zu bewerten sind und

die Energieeffizienz im Vergleich zu BEV folgendermaßen zu bewerten ist: -

der Pantograph der Oberleitungs-Lkw erzeugt einen höheren Luftwiderstand, der einen etwas höheren Verbrauch im Vergleich zu einem gleichwertigen BEV verursacht

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Bericht, 07. Februar 2023

-

BEV haben deutlich größere Batterien, was wiederum aufgrund des damit verbundenen höheren Eigengewichtes des Fahrzeuges einen höheren Verbrauch bei BEV im Vergleich zum Oberleitungs-Lkw bedeutet,

-

Die kleinere Batterie des Oberleitungs-Lkw schränkt das Rekuperieren im Vergleich zum BEV ein, solange das Überleitungssystem eine Rückspeisung nicht vorsieht

-

Insgesamt wird der Energieverbrauch der beiden Systeme als nahezu gleich bewertet.

Ausgehend von dieser Analyse wird in der vorliegenden Arbeit der Oberleitungs-Lkw nicht extra betrachtet. Die Ergebnisse für BEV können auch für den Oberleitungs-Lkw angesetzt werden. Aktuell wird auch der Einsatz von E-Fuels als eine Möglichkeit zur klimaneutralen Abwicklung des Verkehrs diskutiert. Das Handbuch für Emissionsfaktoren weist für diese Antriebsmöglichkeit leider keine Treibhaus-Emissions- und Energiebedarfsfaktoren aus. Damit ist eine gleichwertige Berechnung wie für die im Handbuch ausgewiesenen Antriebsarten nicht möglich. Eine DesktopRecherche zum Einsatz von E-Fuels und den damit verbundenen Treibhausgasemissionen und dem damit verbundenen Energiebedarf lässt folgende qualitative Aussagen zu: 

Es fallen keine direkten Treibhausgas-Emissionen (TTW) an.

Die Well-to-Wheel- Treibhausgas -Emissionen sind vom Strom, der zur Erzeugung der E-Fuels verwendet wird, vom Produktionsort der E-Fuels und von der Transportart vom Produktionsort zum E-Fuel-Absatzort abhängig Da die Erzeugung energieintensiv ist, reichen wenige Prozente Anteil von nicht grünem Strom für die Erzeugung aus, um die WTW-TreibhausgasBilanz schlechter als jene eines normalen Diesels werden zu lassen. Nur mit 100% grünem Strom für die Erzeugung kann eine Treibhausgas-Emissions-Reduktion erreicht werden.

Der Endenergiebedarf ist mit dem Einsatz von konventionellem Diesel vergleichbar.

Der Primärenergiebedarf ist jedoch deutlich höher im Vergleich zum Diesel und vor allem zu den anderen Antriebstechnologien, da laut Quellen (z.B. https://www.adac.de/verkehr/tankenkraftstoff-antrieb/alternative-antriebe/synthetische-kraftstoffe/) nur 10% bis 15% der benötigten Energie als Endenergie für die Bewegung des Fahrzeuges ankommt.

Fazit: E-Fuels können, wenn die Erzeugung mit 100% „grünem“ Strom erfolgt, klimaneutral sein, die niedrige Gesamt-Energieeffizienz bedeutet jedoch einen deutlich höheren Primärenergieeinsatz im Vergleich zu allen anderen Antriebsarten.

Folgende Treibhausgasemissions- und Energiebedarfskennwerte (ohne Berücksichtigung von Kaltstarts) ergeben sich für die Brennerkorridorabschnitte auf der Straße:

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THG-Emissionsfaktoren und Energiebedarfsfaktoren für Sattel- und Lastzüge (Diesel: Sattelzug 34 - 40t hzG, andere Antriebe: Sattelzug, hzG nicht spezifiziert) Quelle HBEFA (Strommix der Stromaufbringung AT)

Antrieb

Steigung

Streckenabschnitt

Diesel Euro VI D-E Diesel Euro VI D-E Diesel Euro VI D-E CNG Euro-VI CNG Euro-VI CNG Euro-VI LNG Euro-VI (CI) LNG Euro-VI (CI) LNG Euro-VI (CI) BEV BEV BEV FCEV FCEV FCEV

0% -2% 2% 0% -2% 2% 0% -2% 2% 0% -2% 2% 0% -2% 2%

A12 A13 Richtung Innbruck A13 Richtung Brenner A12 A13 Richtung Innbruck A13 Richtung Brenner A12 A13 Richtung Innbruck A13 Richtung Brenner A12 A13 Richtung Innbruck A13 Richtung Brenner A12 A13 Richtung Innbruck A13 Richtung Brenner

CO2e direkt (TTW) g/km 681 94 1 574 679 77 1 582 576 65 1 343 0 0 0 0 0 0

CO2e Energie/ CO2e Gesamt Treibstoff(WTW) produktion (WTT) g/km g/km 139 820 17 110 326 1 900 130 809 15 92 302 1 883 109 685 12 78 254 1 597 401 401 -24 -24 832 832 621 621 -38 -38 1 288 1 288

Endenergiebedarf

MJ/km

kWh/km 10 1 22 12 1 28 10 1 24 7 0 14 10 -1 21

2,65 0,32 6,19 3,34 0,38 7,79 2,81 0,32 6,54 1,84 -0,11 3,82 2,85 -0,17 5,91

Tabelle 18: CO2e-und Energiebedarfsfaktoren Brennerkorridor Straße

2.5

Emissions- und Energiebedarfsfaktoren für den Schienengüterverkehr

Auch für die Schiene gilt, dass die Emissions- und Energiebedarfsfaktoren des UBA es nicht ermöglichen, auf die spezifische Situation des Brennerkorridors einzugehen. Dies trifft auch auf die für die Untersuchung relevante Unterscheidung zwischen bestehender Bergstrecke und in Bau befindlichem BBT zu. Daher wurde auch für die Schiene eine alternative Vorgehensweise gewählt. Der komplette Güterverkehr über den Brennerkorridor wird elektrisch abgewickelt. Sämtliche Berechnungen zum Energiebedarf und zu den CO2-Emissionen beziehen sich daher ausschließlich auf mittels Oberleitung bezogenen Strom zum Betrieb des Schienenverkehrs. Eine unveröffentlichte Studie von Herry Consult aus dem Jahr 2002 für das BMVIT zu möglichen IBE-Preisen für den BBT skizziert eine vereinfachte Berechnung des Energiebedarfs von Güterzügen in Abhängigkeit des Zuggewichtes und der Steigung. Dies erfolgte für die Bergstrecke und den BBT. Folgende Parameter werden dort angegeben und für diese Studie übernommen (eine weitere Quelle: https://www.eisenbahn.gerhard-obermayr.com/daten/elektrotraktion/zugkraftreibung-leistung/ bestätigt die folgenden Angaben): 

Zugkraft, die notwendig ist, um eine Bruttotonne in der Ebene zu bewegen (nicht zu beschleunigen): 35 Newton (N) pro Gesamtbruttotonne (Gbt)

Zugkraft, die zusätzlich zur Kraft in der Ebene pro einem Promille Steigung notwendig ist, um eine Bruttotonne auf dieser Steigung zu bewegen (nicht zu beschleunigen): 10 N/Gbt

Die Werte berücksichtigen nur den vergleichenden Energieaufwand während der Fahrt und stellen damit nicht den kompletten Energieaufwand einer Zugfahrt dar. Diese Vorgehensweise ist

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vergleichbar mit jener für die Straße, bei welcher bei der Darstellung der Emissionsfaktoren und des Energiebedarfs, die Kaltstarts nicht Berücksichtigung gefunden haben. Die Werte ermöglichen jedoch auf einfache Weise einen guten Vergleich von Energieaufwand zwischen den beiden Infrastrukturvarianten (Bergstrecke und BBT) und der Straße. Mittels Angaben zur durchschnittlichen Geschwindigkeit auf den Streckenabschnitten lässt sich die Zugkraft in Leistung und durch die benötigte Zeit je Abschnitt (in Abhängigkeit der Geschwindigkeit und der Streckenlänge) in Energiebedarf pro Gesamtbruttotonnenkilometer (kWh/Gbtkm) und mittels Aufkommensdaten auch in Energiebedarf je Nettotonnenkilometer (kWh/Ntkm) umrechnen. Ausgehend vom spezifischen Endenergiebedarf und den relevanten CO2-Emissionskenngrößen in g CO2/kWh lassen sich die spezifischen CO2-Emissionen je Nettotonnenkilometer (g CO2/Ntkm) ableiten. Diese werden wie für die Straße sowohl für die direkten Emissionen (Tank to wheel – TTW), als auch für die Erzeugung des Stroms samt den direkten Emissionen (Well to wheel WTW) dargestellt. Direkte Emissionen fallen bei einem reinen Betrieb mit Strom auf der Schiene nicht an. Die CO2-Emissionenen, die bei der Stromerzeugung anfallen, hängen von der Art der Stromerzeugung ab.

Die ÖBB-Infrastruktur stellt ihren KundInnen aktuell Bahnstrom zu 100% aus erneuerbarer Energie (davon 96 Prozent aus Wasserkraft) zur Verfügung (siehe https://infrastruktur.oebb.at/de/geschaeftspartner/energieversorgung/bahnstrom/railpower-zero). Wird der Strom bei der ÖBB-Infrastruktur eingekauft, fallen auch Well to Wheel keine CO2Emissionen an. Eisenbahnverkehrsunternehmen können auf dem Schienennetz der ÖBBInfrastruktur jedoch ihren Bahnstromlieferanten frei wählen. Die ÖBB-Infrastruktur bietet dazu auf den Stromtrassen die offene Durchleitung von Strom an. In diesem Fall hängt die CO2-Emission der Stromerzeugung von der Art der Stromerzeugung des durchgeleiteten Stroms ab. Dazu gibt es jedoch keine Informationen. Die Web-Plattform Ecotransit bietet die Möglichkeit, die CO2Emissionen für konkrete Logistikketten zu ermitteln (https://www.ecotransit.org/de/ emissionsrechner/) und nutzt dabei durchschnittliche Emissionsfaktoren für die Stromerzeugung. Für den Brennerkorridor lässt sich daraus ein WTW-Emissionsfaktor von ca. 87g CO2/kWh ableiten. Für die weiteren Berechnung wird dennoch der von der ÖB-Infrastruktur angebotene CO2-freie Bahnstrom herangezogen, da grundsätzliche für alle Verkehre die Möglichkeit besteht, diesen zu nutzen.

Damit ergeben sich folgende Emissions- und Energiebedarfskennwerte (Berücksichtigung ausschließlich der Fahrt, ohne Startbeschleunigungsvorgänge) für die Brennerkorridorabschnitte auf der Schiene:

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THG-Emissionsfaktoren und Energiebedarfsfaktoren auf der Schiene (bestehende Bergstrecke und in Bau befindlicher BBT) Quelle HBEFA (Strommix der Stromaufbringung AT)

Strecke

Steigung

Streckenabschnitt

CO2e direkt (TTW)

CO2e Gesamt Endenergiebedarf (WTW)

g/Ntkm

g/Ntkm

kWh/Ntkm

Berg

0,0%

Kufstein

Innsbruck

0

0

0,03

Berg

2,6%

Innsbruck

Brenner

0

0

0,23

Berg

-2,6%

Brenner

Innsbruck

0

0

-0,04

Berg

0,0%

Innsbruck

Kufstein

0

0

0,02

BBT

0,0%

Kufstein

Innsbruck

0

0

0,03

BBT

0,7%

Innsbruck

Brenner

0

0

0,10

BBT

-0,7%

Brenner

Innsbruck

0

0

-0,01

BBT

0,0%

Innsbruck

Kufstein

0

0

0,02

Tabelle 19: CO2e-und Energiebedarfsfaktoren Brennerkorridor Schiene

2.6

Kennzahlen zur Einordnung der Ergebnisse

Die Ergebnisse zum Energiebedarf und den Unterschieden im Energiebedarf zwischen den unterschiedlichen Modal-Split-Szenarien, den beiden Schienenstreckenvarianten und den verschiedenen Antriebsarten auf der Straße sollen auch mittels Vergleichswerten dargestellt werden, um eine leichtere Einordnung der Ergebnisse zu ermöglichen. Folgende vergleichende Kennwerte werden dazu genutzt: 

Durchschnittlicher Stromverbrauch eines österreichischen Haushaltes: Die Statistik Austria weist für Österreich (2019/2020) einen durchschnittlichen Stromverbrauch pro Haushalt in der Höhe von 15,5 Gigajoule (GJ), das entspricht ca. 4.860 kWh, aus (https://www.statistik.at/statistiken/energie-und-umwelt/energie/energieeinsatz-der-haushalte).

Durchschnittliche Jahresenergieproduktion des Innkraftwerkes Langkampfen: 169 GWh pro Jahr (Quelle: Amt der Tiroler Landesregierung)

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Quelle: TIWAG-Tiroler Wasserkraft AG Abbildung 1: Kraftwerk Langkampfen

Für die Antriebsvariante FCEV im Straßengüterverkehr wird außerdem aufgezeigt, wie viele Wasserstofftankstellen theoretisch notwendig wären, um den gesamten Straßentransit mit Wasserstoff zu versorgen. H2-Mobility (https://h2-mobility.de) unterscheidet vier verschiedene Größen an Wasserstofftankstellen. Relevant für die zukünftige Abnahme von großen Mengen ist jedoch nur die größte dieser Tankstellentypen (XXL). Diese Tankstellengröße gewährleistet einen maximalen Durchfluss von 4.000 kg Wasserstoff pro Tag, was einer Energieabgabe von knapp 135.000 kWh pro Tag bedeutet.

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Bericht, 07. Februar 2023

3

Ergebnisse

3.1

Direkte Treibhausgasemissionen (Tank to Wheel)

Ausgehend von den Transportleistungen (Kapitel 2.2 und 2.3) und den direkten Treibhausgasemissionsfaktoren (Kapitel 2.4 und 2.5) lassen sich die direkten Treibhaugasemissionen 

insgesamt je Nettotonnenkilometer,

je Verkehrsträger und Antrieb und Infrastrukturvariante und

in Summe über Verkehrsträger je Antrieb und Infrastrukturvariante

ableiten. In einer Gegenüberstellung der unterschiedlichen Varianten kann das Veränderungspotenzial im Vergleich zur Ist-Situation (aktueller Modal Split und Dieselantrieb auf der Straße) dargestellt werden. Außerdem können die TTW-CO2-Emissionen (in g/tkm) im Vergleich zwischen den Antriebsarten und Verkehrsträger unterschieden nach Streckenabschnitten mit unterschiedlichen Neigungen ausgewertet werden. Die folgende Tabelle zeigt die direkten Treibhausgasemissionen nach den unterschiedlichen Modal-Split-Szenarien und Antriebarten sowie Schieneninfrastrukturvarianten. CO2e Emissionen TTW bei unterschiedlichen Transitfahrten-Reduktionen (= Modal Split-Veränderungen) in Tonnen

0%

-5%

-10%

-15%

-20%

-25%

-30%

-35%

187 244

177 881

168 519

159 157

149 795

140 433

131 071

121 708

0

0

0

0

0

0

0

0

187 244

177 881

168 519

159 157

149 795

140 433

131 071

121 708

186 576

177 248

167 919

158 590

149 261

139 932

130 603

121 275

0

0

0

0

0

0

0

0

186 576

177 248

167 919

158 590

149 261

139 932

130 603

121 275

158 374

150 456

142 537

134 618

126 699

118 781

110 862

102 943

0

0

0

0

0

0

0

0

158 374

150 456

142 537

134 618

126 699

118 781

110 862

102 943

Straße BEV + Bergstrecke Schiene oder BBT Gesamt

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

Straße FCEV + Bergstrecke Schiene oder BBT Gesamt

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

Straße Diesel + Bergstrecke Schiene oder BBT Gesamt Straße CNG + Bergstrecke Schiene oder BBT Gesamt Straße LNG + Bergstrecke Schiene oder BBT Gesamt

Tabelle 20: Direkte Treibhausgasemissionen 2019 des Transitverkehrs am Brennerkorridor

Damit ergeben sich folgende Veränderungspotenziale bezüglich der direkten Treibhausgasemissionen im Vergleich zum Status Quo 2019 (100% Diesel-Lkw, SchienenBergstrecke, bestehender Modal Split):

HERRY CONSULT GMBH

SEITE 19

THG+Energiebedarf, Transit am Brennerkorridor

Bericht, 07. Februar 2023

Einsparungspotenziale unterschiedlicher Antriebsarten und Modalsplit-Szenarien im Vergleich zum aktuellen Status (2019: auf der Straße zu 100% mit Diesel abgewickelt, Schiene über die Bergstrecke) Transitverkehr (ohne Quell- und Zielverkehr) CO2e Emissionen (TTW) in Tonnen

-5%

-10%

-15%

-20%

-25%

-30%

-35%

Diesel + Straße Bergstrecke Schiene oder BBT Gesamt

-9 362

-18 724

-28 087

-37 449

-46 811

-56 173

-65 535

0

0

0

0

0

0

0

-9 362

-18 724

-28 087

-37 449

-46 811

-56 173

-65 535

Straße

CNG + Bergstrecke Schiene oder BBT Gesamt

-9 996

-19 325

-28 654

-37 983

-47 311

-56 640

-65 969

0

0

0

0

0

0

0

-9 996

-19 325

-28 654

-37 983

-47 311

-56 640

-65 969

Straße LNG + Bergstrecke Schiene oder BBT Gesamt

-36 788

-44 707

-52 625

-60 544

-68 463

-76 382

-84 300

0

0

0

0

0

0

0

-36 788

-44 707

-52 625

-60 544

-68 463

-76 382

-84 300

Straße BEV + Bergstrecke Schiene oder BBT Gesamt

-187 244

-187 244

-187 244

-187 244

-187 244

-187 244

-187 244

0

0

0

0

0

0

0

-187 244

-187 244

-187 244

-187 244

-187 244

-187 244

-187 244

Straße FCEV + Bergstrecke Schiene oder BBT Gesamt

-187 244

-187 244

-187 244

-187 244

-187 244

-187 244

-187 244

0

0

0

0

0

0

0

-187 244

-187 244

-187 244

-187 244

-187 244

-187 244

-187 244

Tabelle 21: Veränderungspotenziale bezüglich der direkten Treibhausgase

Die folgende Abbildung verdeutlicht diese Veränderungspotenziale bildlich.

0 -20 000

Transitverkehr Brennerkorridor Einsparungspotenziale im Vergleich zum Status quo 2019 (100% Diesel, Bergstrecke) nach Lkw-Fahrten-Reduktionsszenarien CO2e Emissionen (TTW) (in Tonnen pro Jahr) 0%

-5%

-10%

-15%

-20%

-25%

-30%

-35%

-40 000 -60 000 -80 000 -100 000 -120 000 -140 000 -160 000 -180 000 -200 000

Diesel + Bergstrecke oder BBT

CNG + Bergstrecke oder BBT

BEV + Bergstrecke oder BBT

FCEV + Bergstrecke oder BBT

LNG + Bergstrecke oder BBT

Abbildung 2: Veränderungspotenziale bezüglich der direkten Treibhausgase (TTW)

HERRY CONSULT GMBH

SEITE 20

THG+Energiebedarf, Transit am Brennerkorridor

Bericht, 07. Februar 2023

Unabhängig vom Modal-Split-Szenario und vom Schienen-Infrastruktur-Szenario können durch den Einsatz von BEV oder FCEV die direkten Bestands-Treibhausgasemissionen (TTW) zu 100% reduziert werden, da diese beiden Antriebsarten keine direkten Treibhausgase emittieren und auf der Schiene unabhängig vom Szenario keine direkten Treibhausgase anfallen. Die folgende Abbildung zeigt spezifischen TTW-CO2-Emissionen (in g/tkm) im Vergleich zwischen den Antriebsarten und Verkehrsträger unterschieden nach Streckenabschnitten mit unterschiedlichen Neigungen.

Transitverkehr Brennerkorridor Spezifische TTW-CO2-Emissionen (g/tkm) 120 100 80 60 40 20 0

Gesamter Korridor

unteres Inntal (beide Richtungen)

Straße Diesel Euro VI D-E Straße BEV Schiene BBT

Innsbruck => Brenner

Straße CNG Euro-VI Straße FCEV

Brenner => Innbruck

Straße LNG Euro-VI (CI) Schiene Berg

Abbildung 3: Spezifischen TTW-CO2-Emissionen

3.2 Treibhausgasemissionen inkl. Herstellung Treibstoff und Energie (Well to Wheel) Ausgehend von den Transportleistungen (Kapitel 2.2 und 2.3) und den Well-to-WheelTreibhausgasemissionsfaktoren (Kapitel 2.4 und 2.5) lassen sich die Well-to-WheelTreibhaugasemissionen 

insgesamt je Nettotonnenkilometer,

je Verkehrsträger und Antrieb und Infrastrukturvariante und

in Summe über Verkehrsträger je Antrieb und Infrastrukturvariante

ableiten. In einer Gegenüberstellung der unterschiedlichen Varianten kann das Veränderungspotenzial im Vergleich zur Ist-Situation (aktueller Modal Split und Dieselantrieb auf der Straße) dargestellt werden.

HERRY CONSULT GMBH

SEITE 21

THG+Energiebedarf, Transit am Brennerkorridor

Bericht, 07. Februar 2023

Außerdem können die WTW-CO2-Emissionen (in g/tkm) im Vergleich zwischen den Antriebsarten und Verkehrsträgern unterschieden nach Streckenabschnitten mit unterschiedlichen Neigungen ausgewertet werden. Die folgende Tabelle zeigt die Well-to-Wheel-Treibhausgasemissionen nach den unterschiedlichen Modal-Split-Szenarien und Antriebarten sowie Schieneninfrastrukturvarianten. CO2e Emissionen WTW bei unterschiedlichen Transitfahrten-Reduktionen (= Modal Split-Veränderungen) in Tonnen Straße Diesel + Bergstrecke Schiene oder BBT Gesamt Straße CNG + Bergstrecke Schiene oder BBT Gesamt Straße LNG + Bergstrecke Schiene oder BBT Gesamt Straße BEV + Bergstrecke Schiene oder BBT Gesamt Straße FCEV + Bergstrecke Schiene oder BBT Gesamt

0%

-5%

-10%

-15%

-20%

-25%

-30%

-35%

225 559

214 281

203 003

191 725

180 447

169 169

157 891

146 613

0

0

0

0

0

0

0

0

225 559

214 281

203 003

191 725

180 447

169 169

157 891

146 613

222 159

211 051

199 943

188 835

177 727

166 619

155 511

144 403

0

0

0

0

0

0

0

0

222 159

211 051

199 943

188 835

177 727

166 619

155 511

144 403

185 532

176 256

166 979

157 702

148 426

139 149

129 873

120 596

0

0

0

0

0

0

0

0

185 532

176 256

166 979

157 702

148 426

139 149

129 873

120 596

103 061

97 908

92 755

87 602

82 449

77 296

72 143

66 990

0

0

0

0

0

0

0

0

103 061

97 908

92 755

87 602

82 449

77 296

72 143

66 990

159 539

151 562

143 585

135 608

127 631

119 654

111 677

103 700

0

0

0

0

0

0

0

0

159 539

151 562

143 585

135 608

127 631

119 654

111 677

103 700

Tabelle 22: Well-to-Wheel-Treibhausgasemissionen 2019 des Transitverkehrs am Brennerkorridor

Damit ergeben sich folgende Veränderungspotenziale bezüglich der Well-to-Wheel Treibhausgasemissionen im Vergleich zum Status Quo 2019 (100% Diesel-Lkw, Schienen-Bergstrecke, bestehender Modal Split):

HERRY CONSULT GMBH

SEITE 22

THG+Energiebedarf, Transit am Brennerkorridor

Bericht, 07. Februar 2023

Einsparungspotenziale unterschiedlicher Antriebsarten und Modalsplit-Szenarien im Vergleich zum aktuellen Status (2019: auf der Straße zu 100% mit Diesel abgewickelt, Schiene über die Bergstrecke) Transitverkehr (ohne Quell- und Zielverkehr) CO2e Emissionen (WTW) in Tonnen

-5%

-10%

-15%

-20%

-25%

-30%

-35%

Diesel + Straße Bergstrecke Schiene oder BBT Gesamt

-11 278

-22 556

-33 834

-45 112

-56 390

-67 668

-78 946

0

0

0

0

0

0

0

-11 278

-22 556

-33 834

-45 112

-56 390

-67 668

-78 946

Straße CNG + Bergstrecke Schiene oder BBT Gesamt

-14 508

-25 616

-36 723

-47 831

-58 939

-70 047

-81 155

0

0

0

0

0

0

0

-14 508

-25 616

-36 723

-47 831

-58 939

-70 047

-81 155

Straße

LNG + Bergstrecke Schiene oder BBT Gesamt

-49 303

-58 580

-67 856

-77 133

-86 409

-95 686

-104 963

0

0

0

0

0

0

0

-49 303

-58 580

-67 856

-77 133

-86 409

-95 686

-104 963

Straße BEV + Bergstrecke Schiene oder BBT Gesamt

-127 651

-132 804

-137 957

-143 110

-148 263

-153 416

-158 569

0

0

0

0

0

0

0

-127 651

-132 804

-137 957

-143 110

-148 263

-153 416

-158 569

Straße FCEV + Bergstrecke Schiene oder BBT Gesamt

-73 997

-81 974

-89 951

-97 928

-105 905

-113 882

-121 859

0

0

0

0

0

0

0

-73 997

-81 974

-89 951

-97 928

-105 905

-113 882

-121 859

Tabelle 23: Veränderungspotenziale bezüglich der Well-to-Wheel Treibhausgase

Die folgende Abbildung verdeutlicht diese Veränderungspotenziale bildlich. Transitverkehr Brennerkorridor Einsparungspotenziale im Vergleich zum Status quo 2019 (100% Diesel, Bergstrecke) nach Lkw-Fahrten-Reduktionsszenarien CO2e Emissionen (WTW) (in Tonnen pro Jahr) 0

0%

-5%

-10%

-15%

-20%

-25%

-30%

-35%

-20 000

-40 000

-60 000 -80 000

-100 000

-120 000 -140 000

-160 000

-180 000 -200 000 Diesel + Bergstrecke oder BBT

CNG + Bergstrecke oder BBT

LNG + Bergstrecke oder BBT

BEV + Bergstrecke oder BBT

FCEV + Bergstrecke oder BBT

Abbildung 4: Veränderungspotenziale bezüglich der Well-to-Wheel Treibhausgase

HERRY CONSULT GMBH

SEITE 23

THG+Energiebedarf, Transit am Brennerkorridor

Bericht, 07. Februar 2023

Unter der Voraussetzung, dass der komplette Schienentransitverkehr mit Strom der ÖBBInfrastruktur betrieben wird, ergeben sich bezüglich der beiden Schienen-Infrastruktur-Szenarien (Bergstrecke, BBT) keine Unterschiede der WTW-Treibhausgasemissionen. Dies ist auf die 100% klimaneutrale Produktion des Bahnstroms der ÖBB-Infrastruktur zurückzuführen. Wird fremder Bahnstrom genutzt (was möglich ist und vom Stromeinkauf der Schienengüter-EVUs abhängig ist), kann sich ein anderes Bild ergeben. Die folgende Abbildung zeigt spezifischen WTW-CO2-Emissionen (in g/tkm) im Vergleich zwischen den Antriebsarten und Verkehrsträger unterschieden nach Streckenabschnitten mit unterschiedlichen Neigungen.

Transitverkehr Brennerkorridor Spezifische WTW-CO2-Emissionen (g/tkm) 140 120 100 80 60 40 20 0 -20

Gesamter Korridor

unteres Inntal (beide Richtungen)

Straße Diesel Euro VI D-E Straße BEV Schiene BBT

Innsbruck => Brenner

Straße CNG Euro-VI Straße FCEV

Brenner => Innbruck

Straße LNG Euro-VI (CI) Schiene Berg

Abbildung 5: Spezifischen WTW-CO2-Emissionen

3.3

Endenergiebedarf

Ausgehend von den Transportleistungen (Kapitel 2.2 und 2.3) und den Energiebedarfsfaktoren (Kapitel 2.4 und 2.5) lässt sich der Energiebedarf 

insgesamt je Nettotonnenkilometer,

je Verkehrsträger und Antrieb und Infrastrukturvariante und

in Summe über Verkehrsträger je Antrieb und Infrastrukturvariante

ableiten. In einer Gegenüberstellung der unterschiedlichen Varianten kann das Veränderungspotenzial im Vergleich zur Ist-Situation (aktueller Modal Split und Dieselantrieb auf der Straße) dargestellt werden.

HERRY CONSULT GMBH

SEITE 24

THG+Energiebedarf, Transit am Brennerkorridor

Bericht, 07. Februar 2023

Außerdem kann der spezifische Endenergiebedarf (in kWh pro tkm) im Vergleich zwischen den Antriebsarten und Verkehrsträger unterschieden nach Streckenabschnitten mit unterschiedlichen Neigungen ausgewertet werden. Die folgende Tabelle zeigt den Endenergiebedarf nach den unterschiedlichen Modal-SplitSzenarien und Antriebarten sowie Schieneninfrastrukturvarianten. Endenergiebedarf bei unterschiedlichen Transitfahrten-Reduktionen (= Modal Split-Veränderungen) in GWh

0%

-5%

-10%

-15%

-20%

-25%

-30%

-35%

Straße Diesel + Schiene Bergstrecke Gesamt

729

692

656

620

583

547

510

474

79

89

99

109

118

128

138

148

808

781

755

728

701

675

648

621

Straße CNG + Schiene Bergstrecke Gesamt

918

872

827

781

735

689

643

597

79

89

99

109

118

128

138

148

998

961

925

889

853

817

781

745

Straße LNG + Schiene Bergstrecke Gesamt

772

733

695

656

618

579

540

502

79

89

99

109

118

128

138

148

851

822

793

765

736

707

678

649

Straße BEV + Schiene Bergstrecke Gesamt

473

449

425

402

378

355

331

307

79

89

99

109

118

128

138

148

552

538

524

510

497

483

469

455

Straße FCEV + Schiene Bergstrecke Gesamt

732

695

659

622

585

549

512

476

79

89

99

109

118

128

138

148

811

784

757

731

704

677

650

623

Straße

729

692

656

620

583

547

510

474

Diesel + BBT Schiene

47

53

59

65

71

77

83

89

Gesamt

776

745

715

685

654

624

593

563

Straße

918

872

827

781

735

689

643

597

Schiene

47

53

59

65

71

77

83

89

Gesamt

965

925

885

846

806

766

726

686

Straße

772

733

695

656

618

579

540

502

Schiene

47

53

59

65

71

77

83

89

Gesamt

819

786

754

721

689

656

624

591

Straße

473

449

425

402

378

355

331

307

Schiene

47

53

59

65

71

77

83

89

Gesamt

519

502

484

467

449

432

414

397

Straße

732

695

659

622

585

549

512

476

FCEV + BBT Schiene

47

53

59

65

71

77

83

89

Gesamt

779

748

718

687

656

626

595

565

CNG + BBT

LNG + BBT

BEV + BBT

Tabelle 24: Endenergiebedarf 2019 des Transitverkehrs am Brennerkorridor

HERRY CONSULT GMBH

SEITE 25

THG+Energiebedarf, Transit am Brennerkorridor

Bericht, 07. Februar 2023

Damit ergeben sich folgende Veränderungspotenziale bezüglich des Endenergiebedarfs im Vergleich zum Status Quo 2019 (100% Diesel-Lkw, Schienen-Bergstrecke, bestehender Modal Split): Einsparungspotenziale unterschiedlicher Antriebsarten und Modalsplit-Szenarien im Vergleich zum aktuellen Status (2019: auf der Straße zu 100% mit Diesel abgewickelt, Schiene über die Bergstrecke) Transitverkehr (ohne Quell- und Zielverkehr) Endenergiebedarf in GWh

-5%

95%

195%

295%

395%

495%

595%

Straße Diesel + Schiene Bergstrecke Gesamt

-36

-73

-109

-146

-182

-219

-255

10

20

29

39

49

59

69

-27

-53

-80

-107

-133

-160

-187

Straße

144

98

52

6

-40

-86

-132

10

20

29

39

49

59

69

153

117

81

45

9

-27

-63

CNG + Schiene Bergstrecke Gesamt Straße LNG + Schiene Bergstrecke Gesamt

4

-34

-73

-111

-150

-189

-227

10

20

29

39

49

59

69

14

-15

-43

-72

-101

-130

-159

Straße BEV + Schiene Bergstrecke Gesamt

-280

-303

-327

-351

-374

-398

-422

10

20

29

39

49

59

69

-270

-284

-298

-312

-325

-339

-353

Straße FCEV + Schiene Bergstrecke Gesamt

-34

-70

-107

-143

-180

-217

-253

10

20

29

39

49

59

69

-24

-51

-77

-104

-131

-158

-185

Straße

-36

-73

-109

-146

-182

-219

-255

Diesel + BBT Schiene

-26

-20

-14

-8

-2

4

10

Gesamt

-63

-93

-124

-154

-184

-215

-245

Straße

144

98

52

6

-40

-86

-132

CNG + BBT Schiene

-26

-20

-14

-8

-2

4

10

Gesamt

117

77

38

-2

-42

-82

-122

Straße

4

-34

-73

-111

-150

-189

-227

LNG + BBT Schiene

-26

-20

-14

-8

-2

4

10

BEV + BBT

Gesamt

-22

-54

-87

-119

-152

-185

-217

Straße

-280

-303

-327

-351

-374

-398

-422

Schiene

-26

-20

-14

-8

-2

4

10

Gesamt

-306

-324

-341

-359

-376

-394

-411

Straße

-34

-70

-107

-143

-180

-217

-253

FCEV + BBT Schiene

-26

-20

-14

-8

-2

4

10

Gesamt

-60

-91

-121

-152

-182

-213

-243

Tabelle 25: Veränderungspotenziale bezüglich des Endenergiebedarf

Die folgende Abbildung verdeutlicht diese Veränderungspotenziale bildlich.

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THG+Energiebedarf, Transit am Brennerkorridor

Bericht, 07. Februar 2023

Transitverkehr Brennerkorridor Einsparungspotenziale im Vergleich zum Status quo 2019 (100% Diesel, Bergstrecke) nach Lkw-Fahrten-Reduktionsszenarien Endenergiebedarf (in GWh) 200

100

0

0%

-5%

-10%

-15%

-20%

-25%

-30%

-35%

-100

-200

-300

-400

-500 Diesel und Bergstrecke

CNG und Bergstrecke

LNG und Bergstrecke

BEV und Bergstrecke

FCEV und Bergstrecke

Diesel und BBT

CNG und BBT

LNG und BBT

BEV und BBT

FCEV und BBT

Abbildung 6: Veränderungspotenziale bezüglich des Endenergiebedarf

Das höchste Endenergieeinsparungspotenzial ergibt sich im -35%Lkw-Transitfahrten-Szenario, wenn auf der Schiene der BBT genutzt wird und die verbleibenden Lkw-Fahrten mit BEV abgewickelt werden. In diesem Fall können 411 GWh an Endenergie im Vergleich zum Status Quo eingespart werden. Anzumerken ist, dass dies nicht gleichzusetzen ist mit dem Einsparen von Strom, da im Ist-Zustand die Lkw mit Diesel betrieben werden und demnach keinen Strom aufwenden. Anzuführen ist darüber hinaus, dass sich das Verhältnis zwischen BEV und FCEV zu Gunsten BEV verschiebt, wenn man anstelle des Endenergiebedarfs den Primärenergiebedarf berücksichtigt. Dies ist durch die bei der Erzeugung und dem Transport von Wasserstoff entstehenden Energieverluste, die bei der direkten Nutzung des Stroms in BEV nicht entstehen, begründet. Die folgende Abbildung zeigt den spezifische Endenergiebedarf (in kWh pro tkm) im Vergleich zwischen den Antriebsarten und Verkehrsträger unterschieden nach Streckenabschnitten mit unterschiedlichen Neigungen.

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THG+Energiebedarf, Transit am Brennerkorridor

Bericht, 07. Februar 2023

Transitverkehr Brennerkorridor

Spezifischer Endenergiebedarf (kWh//tkm) 0,60 0,50 0,40 0,30 0,20 0,10 0,00 -0,10

Gesamter Korridor

unteres Inntal (beide Richtungen)

Straße Diesel Euro VI D-E Straße BEV Schiene BBT

Innsbruck => Brenner

Straße CNG Euro-VI Straße FCEV

Brenner => Innbruck

Straße LNG Euro-VI (CI) Schiene Berg

Abbildung 7: Spezifischer Endenergiebedarf

3.4

Einordnung der Ergebnisse

Die in Kapitel 3.3 dargelegten Ergebnisse zum Energiebedarf der unterschiedlichen Varianten und Szenarien im Vergleich zum Ist-Zustand 2019 werden in diesem Kapitel mittels plakativer Vergleiche so aufbereitet, dass ein einfaches und bessere Verständnis für die Energiemengen entsteht. Im Kapitel 2.6 wurden dazu entsprechende Kennzahlen ausgewählt, um die Ergebnisse auch für ein breites interessiertes Publikum besser einordnen zu können. Als Vergleichswerte wurden folgende zwei Größen gewählt, um den Energiebrauch und die Energieverbrauchsunterschiede einordnen zu können: 

Endenergieverbrauch (und Differenzen der Varianten und Szenarien im Vergleich zum StatusQuo) ausgedrückt als Anzahl Haushalte (mit durchschnittlichem Stromverbrauch in Österreich), deren Strombedarf mit dem ermittelten Endenergieverbrauch ein Jahr gedeckt werden könnte.

Endenergieverbrauch (und Differenzen der Varianten und Szenarien im Vergleich zum StatusQuo) ausgedrückt in Anzahl an Wasserkraftwerken in der Größe des Innkraftwerkes Langkampfen, die für diese Endenergieaufbringung ein Jahr lang Strom erzeugen müssten.

Die folgenden Tabellen zeigen die Veränderungspotenziale hinsichtlich des Endenergiebedarfs der einzelnen Antriebsvarianten, Infrastrukturvarianten und Modal-Split-Szenarien ausgedrückt in den drei oben skizzierten Vergleichsgrößen.

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THG+Energiebedarf, Transit am Brennerkorridor

Bericht, 07. Februar 2023

Endenergie-Einsparungspotenziale unterschiedlicher Antriebsarten und Modalsplit-Szenarien im Vergleich zum aktuellen Status (2019: auf der Straße zu 100% mit Diesel abgewickelt, Schiene über die Bergstrecke) ausgedrückt in Anzahl Haushalte in AT (basierend auf deren durchschnittlichen Stromverbrauch) 0%

-5%

-10%

-15%

-20%

-25%

-30%

-35%

Diesel und Bergstrecke

0

-5 482

-10 963

-16 445

-21 926

-27 408

-32 889

-38 371

CNG und Bergstrecke

38 972

31 542

24 112

16 681

9 251

1 821

-5 609

-13 039

LNG und Bergstrecke

8 845

2 922

-3 002

-8 926

-14 850

-20 773

-26 697

-32 621

BEV und Bergstrecke

-52 680

-55 527

-58 375

-61 222

-64 070

-66 917

-69 765

-72 612

FCEV und Bergstrecke

599

-4 912

-10 423

-15 935

-21 446

-26 958

-32 469

-37 981

Diesel und BBT

-6 664

-12 910

-19 156

-25 402

-31 647

-37 893

-44 139

-50 384

CNG und BBT

32 307

24 113

15 919

7 724

-470

-8 664

-16 859

-25 053

LNG und BBT

2 181

-4 507

-11 195

-17 883

-24 571

-31 259

-37 947

-44 635

BEV und BBT

-59 344

-62 956

-66 567

-70 179

-73 791

-77 403

-81 014

-84 626

FCEV und BBT

-6 065

-12 341

-18 616

-24 892

-31 168

-37 443

-43 719

-49 995

Tabelle 26: Endenergieveränderungspotenzial (nach Varianten und Szenarien) ausgedrückt in Anzahl Haushalte in AT (basierend auf deren durchschnittlichem Stromverbrauch)

So entspricht das Energieeinsparungspotenzial der Variante mit dem größten Einsparungspotenzial (Modal-Split Szenario -35% Lkw-Fahrten, BEV, Schiene nützt BBT) dem Strombedarf von knapp 85.000 durchschnittlichen österreichischen Haushalten. Dem gegenüber würde der Einsatz von CNG mit dem Bestandsmodalsplit und der Nutzung der Bergstrecke auf der Schiene einen Endenergiemehrbedarf im Ausmaß des Stromverbrauchs von knapp 40.000 österreichischen Haushalten bedeuten. Endenergie-Einsparungspotenziale unterschiedlicher Antriebsarten und Modalsplit-Szenarien im Vergleich zum aktuellen Status (2019: auf der Straße zu 100% mit Diesel abgewickelt, Schiene über die Bergstrecke) ausgedrückt in Anzahl Wasserkraftwerke in der Größe des Innkraftwerkes Langkampfen 0%

-5%

-10%

-15%

-20%

-25%

-30%

-35%

Diesel und Bergstrecke

0,0

-0,2

-0,3

-0,5

-0,6

-0,8

-0,9

-1,1

CNG und Bergstrecke

1,1

0,9

0,7

0,5

0,3

0,1

-0,2

-0,4

LNG und Bergstrecke

0,3

0,1

-0,1

-0,3

-0,4

-0,6

-0,8

-0,9

BEV und Bergstrecke

-1,5

-1,6

-1,7

-1,8

-1,8

-1,9

-2,0

-2,1

FCEV und Bergstrecke

0,0

-0,1

-0,3

-0,5

-0,6

-0,8

-0,9

-1,1

Diesel und BBT

-0,2

-0,4

-0,6

-0,7

-0,9

-1,1

-1,3

-1,4

CNG und BBT

0,9

0,7

0,5

0,2

0,0

-0,2

-0,5

-0,7

LNG und BBT

0,1

-0,1

-0,3

-0,5

-0,7

-0,9

-1,1

-1,3

BEV und BBT

-1,7

-1,8

-1,9

-2,0

-2,1

-2,2

-2,3

-2,4

FCEV und BBT

-0,2

-0,4

-0,5

-0,7

-0,9

-1,1

-1,3

-1,4

Tabelle 27: Endenergieveränderungspotenzial (nach Varianten und Szenarien) ausgedrückt in Anzahl Wasserkraftwerke in der Größe des Innkraftwerkes Langkampfen

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THG+Energiebedarf, Transit am Brennerkorridor

Bericht, 07. Februar 2023

Damit entspricht das Energieeinsparungspotenzial der Variante mit dem größten Potenzial (ModalSplit Szenario -35% Lkw-Fahrten, BEV, Schiene nützt BBT) der Stromerzeugung von fast 2,5 Wasserkraftwerken der Größe des Inntalkraftwerkes Langkampfen. Darüber hinaus wird für die Antriebart FCEV dargelegt, wie viele Wasserstofftankstellen benötigt werden, um den Wasserstoffbedarf der transitierenden Lkw für die Strecke des Brennerkorridors in Tirol abwickeln zu können. Herangezogen wird dabei eine Wasserstofftankstelle, die einen maximalen Durchfluss von 4.000 kg Wasserstoff pro Tag gewährleistet. Dies entspricht einer Endenergieabgabe von knapp 135.000 kWh pro Tag. Eine solche Tankstelle ermöglicht die Betankung von max. 67 Lkw pro Tag. Dazu werden ca. zwei bis vier Wasserstoffzapfsäulen pro Tankstelle benötigt. Die konkrete Anzahl ist abhängig von den Spitzenlastanforderungen. Je stärker der Bedarf am Tag schwankt und je höher der Spitzenbedarf ist, desto mehr Zapfsäulen sind notwendig. Von der Anzahl der Zapfsäulen ist auch der Platzbedarf abhängig. Außerdem hängt der Platzbedarf von der Technologie (350 oder 700 Bar, gasförmig oder flüssig) ab und ob der Wasserstoff dezentral vor Ort produziert wird. Zusätzlicher Flächenbedarf vor Ort würde entstehen, wenn der Wasserstoff dezentral direkt an der Tankstelle hergestellt wird, also ein Elektrolyseur vor Ort betrieben werden muss.

Unter der Annahme, dass die transitierenden Lkw an 248 Werktagen pro Jahr Wasserstoff tanken werden, ergibt dies eine mögliche Endenergieabgabe in Form von Wasserstoff in der Höhe von ca. 33 GWh pro Tankstelle und Jahr. In Abhängigkeit des Modal-Split-Szenarios ergibt sich damit folgende Anzahl an XXL-Wasserstofftankstellen, um diesen Wasserstoffbedarf zu decken: Anzahl XXL-Wasserstofftankstellen zur Deckung des Wasserstoffbedarfs des Transitverkehrs (100% Abwicklung mit FCEV) auf dem Streckenabschnitt des Brennerkorridors in Österreich Endenergiebedarf GWh

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