05-15-05 Themendienst-Streckenreaktivierung-data
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Themendienst Neues Leben für stillgelegte Gleise: Das steckt hinter der Streckenreaktivierung Mit der Reaktivierung stillgelegter Strecken und der Wiederaufnahme von Personenoder Güterverkehr kommt die Bahn zurück in die Fläche! Ziel der Deutschen Bahn (DB), der Branchenverbände und Aufgabenträger ist es, immer mehr Menschen für die umweltfreundliche Schiene zu gewinnen. Jeder Kilometer Gleis hilft, das Angebot für Reisende zu vergrößern. So entstehen bessere Verbindungen in weniger gut erschlossene Regionen und die Schiene wird auch dort zum attraktiven Verkehrsmittel. Jens Bergmann, Vorstand Infrastrukturplanung und -projekte der DB Netz: „Versprochen, gehalten: Gemeinsam mit den Ländern und Aufgabenträgern erwecken wir stillgelegte Strecken zu neuem Leben. Bundesweit gehen wir zunächst 20 Strecken an, in den kommenden Jahren folgen weitere Verbindungen. Unser Ziel: Wir wollen mehr Menschen für die Bahn gewinnen, mehr Güter auf die Schiene bringen. Jeder Kilometer Gleis ist aktiver Klimaschutz.“ Doch warum wurden Strecken überhaupt stillgelegt? Sinkende Nutzerzahlen von Angeboten im Bahnverkehr waren in der Vergangenheit häufigste Ursache für Stilllegungen. Ging die Nachfrage zurück, wurde wenig unternommen, um die Strecke für die Fahrgäste oder den Güterverkehr wieder attraktiver zu machen.
Eine Abwärtsspirale nahm ihren Lauf: Ein unattraktives Angebot führte zu weiter sinkenden Fahrgastzahlen. Als Reaktion wurde das Angebot weiter eingeschränkt, mit dem Ergebnis eines noch weiteren Nachfragerückgangs. Im letzten Schritt hatten zum Beispiel Gemeinden, Vereine oder auch Eisenbahnunternehmen die Möglichkeit, die Strecke zu pachten und zu betreiben. Fanden sich keine Interessenten wurde der Verkehr auf der Schiene dann ganz eingestellt. Mit Blick auf die angestrebte Verkehrswende in Deutschland, den gesellschaftlichen und politischen Rückenwind für die Schiene hat sich dies grundlegend gewandelt: Auf vielen Strecken wurden umfassende Angebotsverbesserungen eingeführt – die Menschen kamen zurück in die Bahn. Klar ist: Streckenreaktivierung ist ein Gemeinschaftsprojekt, sie funktioniert nur im engen Austausch mit den Ländern, Aufgabenträgern und dem Bund. Attraktiver Nahverkehr ist Ländersache, das betrifft die Tarife, die Fahrpläne und auch die Finanzierung. Die DB unterstützt dabei mit umfangreicher Expertise. So startete Ende 2019 eine gesondert eingerichtete Taskforce der DB mit einer Bestandsaufnahme mehrerer hundert in der Vergangenheit stillgelegter Strecken in Deutschland und prüfte sie unter anderem auf ihr verkehrliches Potenzial.
Mit Erfolg: Zusammen mit Bundesländern und Aufgabenträgern werden nun stillgelegte Strecken zu neuem Leben erweckt und neue Verkehre aufgenommen.
Herausgeber: Deutsche Bahn AG, Potsdamer Platz 2, 10785 Berlin, Deutschland Verantwortlich für den Inhalt: Leiter Kommunikation und Marketing, Oliver Schumacher
Nicole Knapp Leiterin Kommunikation Infrastruktur Tel. +49 (0) 30 297-61030 presse@deutschebahn.com deutschebahn.com/presse twitter.com/DB_Presse
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Themendienst DB-Taskforce untersucht Potenzial hunderter Strecken Die von der DB eingerichtete Taskforce hat sich zunächst ein umfassendes Bild über die in der Vergangenheit stillgelegten Strecken gemacht und dafür insgesamt 346 Strecken in ganz Deutschland bewertet. Darunter auch die 240 Vorschläge der Branchenverbände Allianz pro Schiene und Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV). Das Ergebnis: Ein Großteil der potenziellen Strecken ist nicht im Eigentum der DB. Ein weiterer Anteil der Strecken ist verpachtet oder hat auf absehbare Zeit kein verkehrliches Potenzial. Somit blieb für die Bundesschienenwege ein Portfolio von rund 1.300 Kilometer Länge, die mit einem wirklichen Nutzen für den klimafreundlichen Schienenverkehr in Deutschland reaktiviert werden könnten. Anschließend unternahm die DB-Taskforce für dieses Portfolio eine intensive Betrachtung. Denn stillgelegte Strecken können sich heute in ganz unterschiedlichem Zustand befinden. Sie haben häufig einen neuen Nutzen – vielleicht sogar ein neues Leben – bekommen. Teilweise sind die noch bestehenden Gleise lediglich mit Sträuchern und Bäumen zugewachsen. Andernorts sind die ehemaligen Bahnstrecken kaum mehr zu erkennen, weil an ihrer Stelle Wander- oder Radwege entstanden sind. Diese und weitere Faktoren wurden in die weiteren Beratungen einbezogen.
Stillgelegte Strecken heute – teilweise wurden sie zu Rad- oder Wanderwegen umgebaut (Fotos: Volker Emersleben/DB AG)
Doch die Reaktivierung der stillgelegten Infrastruktur allein reicht nicht aus, um Verkehr zurück in die Fläche zu bringen. Die Aufgabenträger, die im Auftrag der Bundesländer den Nahverkehr planen, müssen für diese Strecken auch Verkehre bestellen. Deshalb folgten intensive Gespräche mit Ländern und Aufgabenträgern, um gemeinsam zu prüfen, auf welchen Strecken künftig wieder Züge rollen sollen.
Ist eine Strecke für die Reaktivierung grundsätzlich geeignet und auch ein verkehrliches Potenzial absehbar, geht es in die nächste Runde. Damit auf einer
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So läuft die Streckenreaktivierung ab
Themendienst stillgelegten Strecke wieder Züge rollen, braucht es zunächst einen Überblick über die stillgelegten Strecken. -
Für die in Frage kommende Strecke beauftragt der örtliche Aufgabenträger bzw. die anliegende Kommune dann eine Machbarkeitsstudie.
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Zeigt diese Machbarkeitsstudie positive Ergebnisse, geht es weiter mit den ersten Planungsschritten einschließlich einer Kosten-Nutzen-Analyse für die Finanzierbarkeit des Vorhabens. Auch diese erfolgt im Auftrag der Länder.
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Anschließend wird die Planung fortgeführt, die planrechtlichen Grundlagen geschaffen und die Finanzierung beantragt.
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Wenn dies alles erfolgreich war, geht es in die Umsetzung und den Bau.
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Für die reaktivierten Strecken plant und bestellt der örtliche Aufgabenträger ein passendes Nahverkehrsangebot, damit die Menschen in der Region auf die umweltfreundliche Schiene umsteigen können. In einigen Fällen haben auch örtliche Unternehmen Interesse an der Wiederaufnahme von lokalem Schienengüterverkehr.
Die Kosten für eine Wiederbelebung stillgelegter Gleise richten sich nach dem Zustand der Strecke. Selbst wenn die Gleise verwittert sind oder teilweise abgebaut wurden, ist die Reaktivierung von Bahnstrecken aber günstiger als ein kompletter Neubau, wenn etwa die Trassenflächen und Bahndämme noch vorhanden sind. Wenn die ehemalige Strecke jedoch vollständig zurückgebaut oder sogar überbaut wurde, kämen die Maßnahmen einem Neubau gleich. Üblicherweise liegen die Kosten für reaktivierte Strecken zwischen einer Million Euro pro Kilometer bei einfachen Projekten und zehn Millionen Euro pro Kilometer bei komplexen Ingenieursbauwerken und entwidmeten Strecken. Wie geht es weiter? Die DB geht gemeinsam mit Ländern und Aufgabenträgern zunächst die Reaktivierung von 20 Strecken an. Bei diesen Strecken sind bereits wichtige Meilensteine erreicht, sie befinden sich aber in unterschiedlichen Phasen der Umsetzung. Teilweise sind die Projekte schon im Bau, andere Reaktivierungsvorhaben sind in unterschiedlichen Planungsphasen. Für einen weiteren Teil der Strecken führen die Länder aktuell die nötigen Machbarkeitsstudien durch. Darüber hinaus geht der Austausch mit den Bundesländern hinsichtlich der Reaktivierung zusätzlicher Strecken weiter. In den kommenden Jahren sollen noch mehr Verbindungen und Verkehre folgen.
Herausgeber: Deutsche Bahn AG, Potsdamer Platz 2, 10785 Berlin, Deutschland Verantwortlich für den Inhalt: Leiter Kommunikation und Marketing, Oliver Schumacher
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