CConstaterende datVeendam
Koppel je AI →
Document · PDF

05-11-04 Neues Leben auf alten Gleisen Wo das Bahnnetz der Region wachsen könnte

Gemeenteraad 7 maart 2022, gemeente VeendamBij agendapunt: Ingekomen stukken en mededelingen1.456 woorden

Open het PDF bij iBabs ↗Naar de vergadering →

Tekst van het document

Uit het bestand gehaald, zonder opmaak, tabellen en afbeeldingen

20-01-2022 11:17

Neues Leben auf alten Gleisen: Wo das Bahnnetz der Region wachsen könnte Abonnieren

- Anzeige -

Verkehr

Neues Leben auf alten Gleisen: Wo das Bahnnetz der Region wachsen könnte Nach anderen Ländern denkt nun auch Brandenburg über die Reaktivierung von Strecken nach, auch im Berliner Umland. Doch das Vorgehen stößt auf Kritik. Peter Neumann, 20.1.2022 - 06:26 Uhr Artikel anhören

imago/Rainer Weisflog

Ein Regionalexpresszug der Deutschen Bahn im Bahnhof Berlin Alexanderplatz. Die schnellen Züge bringen die Fahrgäste rasch nach Brandenburg. Dort soll es mehr Regionalbahnanschlüsse geben.

Potsdam/ Berlin - Über viele Jahre hinweg ist das Schienennetz im Land Brandenburg geschrumpft. Jetzt sind die Chancen, dass es in Zukunft wieder etwas wächst, gestiegen. Deutlich später als die Verkehrsressorts in anderen Bundesländern hat das Brandenburger Infrastrukturministerium untersuchen lassen, welche stillgelegten Bahntrassen und Bahnhöfe für eine Reaktivierung infrage kommen könnten – und welche nicht. Nun liegen die Ergebnisse auf dem Tisch. Empfohlen wird, acht Strecken näher zu untersuchen - unter anderem nach Altlandsberg, Rüdersdorf und Ketzin im Havelland. „So richtig zufrieden bin ich nicht“, sagte Ketzins Bürgermeister Bernd Lück (FDP) der Berliner Zeitung. Steffen Blunk von der Initiative Wriezener Bahn erwartet nicht, dass sich schnell etwas ändert. Peter Cornelius vom Fahrgastverband Pro Bahn Berlin-Brandenburg geht davon aus, dass „dringend

https://www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/berlin-neues-leben-auf-alten-gleisen-wo-das-bahnnetz-der-region-wachsen-koennte-li.206769

1/7

20-01-2022 11:17

Neues Leben auf alten Gleisen: Wo das Bahnnetz der Region wachsen könnte

Berlin Brandenburg geht davon aus, dass „dringend nachgearbeitet werden muss“.

Abonnieren

Gras ist über die Gleise gewachsen. Schon seit Mitte der 1960er-Jahre gibt es zwischen Wustermark und Ketzin keinen Personenverkehr mehr. Wer nach Ketzin will, muss über Nauen oder Potsdam mit dem Bus fahren – oder nimmt gleich das Auto.

„Wir brauchen die Bahn“ Doch die heute größtenteils nicht mehr genutzte Bahnstrecke hat Potenzial, sagen Bürgermeister Bernd Lück und seine Mitstreiter. Aus der einstigen DDR-Randlage kurz vor WestBerlin ist Ketzin längst herausgewachsen. Die 6500Einwohner-Stadt an der Havel liegt im Einzugsbereich der deutschen Metropole Berlin, und das mache sich in stetig steigenden Ansiedlungszahlen bemerkbar. Zwei große Baugebiete bieten Platz für bis zu tausend Wohnungen. Nicht nur der Pendlerverkehr nach Berlin nehme zu, so Lück. Auch große Unternehmen hätten sich niedergelassen. Der Autozulieferer Mosolf, einziger Güterzugkunde an der einstigen Strecke der Osthavelländischen Kreisbahnen, das Logistikunternehmen Hermes und die Baumschule Lorberg sind bedeutende Arbeitgeber.

Verkehr

Berlin-Pendler müssen noch Jahre auf neue Strecken warten

„Wir brauchen die Bahn“, sagt Bürgermeister Lück. „Die Strecke ist relativ kurz, und die Kosten sind überschaubar.“ Rund 14 Millionen Euro würde es kosten, die zum Teil „komplett abgängige“ Schieneninfrastruktur der heutigen Anschlussbahn wieder in Schuss zu bringen, so das Potsdamer Beratungsunternehmen Innoverse in einem Gutachten. Die Gutachter um den früheren Bahn-Manager Hans Leister schlagen vor, zwischen Ketzin und Wustermark die Regionalbahnlinie RB32 einzurichten. Auf den 14 Kilometern könnte ein Dieseltriebwagen stündlich Anschlüsse an die schnellen Regionalexpresszüge zwischen Rathenow und Berlin herstellen. Die Reise nach Berlin würde 50 Minuten dauern. Die neue Verbindung könnte Ende 2026 starten, so Innoverse. Zunächst sei mit 400 Fahrgästen pro Tag zu rechnen, doch diese Zahl werde steigen.

Nach jahrelangen Bemühungen haben die Ketziner nun erste Früchte geerntet. Die Strecke nach Ketzin ist eine der acht Trassen, für die das Beratungsunternehmen PTV Transport nun eine Machbarkeitsstudie empfiehlt, damit Kosten und Nutzen einer Reaktivierung genauer ausgelotet werden. Im Auftrag des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) hatten die Experten 32 nicht mehr von Regionalzügen befahrene Strecken, vier Verbindungskurven sowie 35 frühere Zughalte untersucht. „Doch so richtig zufrieden bin ich trotz

https://www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/berlin-neues-leben-auf-alten-gleisen-wo-das-bahnnetz-der-region-wachsen-koennte-li.206769

2/7

20-01-2022 11:17

Neues Leben auf alten Gleisen: Wo das Bahnnetz der Region wachsen könnte der recht guten Punktzahl im Gutachten für das Potsdamer Abonnieren

Infrastrukturministerium nicht“, so Bürgermeister Lück. Denn die Ketziner Strecke kam nur in die zweitbeste Kategorie B. Das bedeutet: Ein Potenzial für einen Taktverkehr, also für einen Verkehr in regelmäßigen Intervallen, sei „nicht eindeutig erkennbar“.

Verkehr

Große Pläne: Netz der Heidekrautbahn soll um fast 60 Prozent wachsen Drei weitere Strecken schafften es ebenfalls in das Arbeitspaket zweiter Güte. Auch die stillgelegte Trasse zwischen Werneuchen und Wriezen östlich von Berlin ist laut Gutachten nun zur „Grobbewertung“ vorgesehen. Außerdem gehört der Abschnitt der Niederlausitzer Eisenbahn zwischen Luckau-Uckro, Luckau und Lübben im Spreewald dazu. Auch das kurze Stück zwischen Müncheberg und Müncheberg Stadt östlich von Berlin, einst Teil der Oderbruchbahn und längst abgebaut, schaffte es in die Kategorie B.

Zwei Strecken im östlichen Berliner Umland kamen in die Kategorie A Deutlich besser bewerteten die Gutachter vier Strecken, die deshalb in der Kategorie A landeten. Zwei davon befinden sich im östlichen Umland von Berlin – und sie erschließen Orte, die öffentlich schon seit langem nur noch per Bus erreichbar sind. Zwischen Hoppegarten und der Kleinstadt Altlandsberg fuhr 1965 zum letzten Mal ein Personenzug. Die Trasse ist abgebaut. Vor 57 Jahren endete auch der Reisezugbetrieb zwischen Fredersdorf und Rüdersdorf. Doch diese Strecke existiert noch – für Güterzüge zum Rüdersdorfer Zementwerk. Die ähnlich kurzen Verbindungen von Falkenberg nach Herzberg Stadt im Süden Brandenburgs sowie von Rathenow nach Rathenow Nord landeten ebenfalls in dieser Gruppe. Für die Kategorie A lautet die Empfehlung: „vertiefte Untersuchung aufgrund des erwartbaren Potenzials empfohlen“. „Ich hätte mir für Wustermark–Ketzin die Kategorie A gewünscht“, sagte Bürgermeister Lück.

Investor-Prämien

ANZEIGE

Bye Bye Bitcoin: Krypto-Boom wieder da. Doch jetzt gibt es viel lukrativere Alternativen zum Bitcoin Empfohlen von

Verkehr

Senat legt Liste vor: Diese SBahnhöfe in Berlin werden modernisiert Während anderswo in Deutschland schon vor längerer Zeit mehrere Bahnstrecken wieder ans Netz gegangen sind, standen die verantwortlichen Minister in Potsdam Forderungen nach Wiederbelebungen stillgelegter Strecken meist skeptisch gegenüber. In den ländlichen Gebieten Brandenburgs war die Zahl der Bewohner und damit der möglichen Fahrgäste besonders stark gesunken. Zudem leitete das Land einen Teil der vom Bund gezahlten Regionalisierungsmittel, die dem Regionalzugverkehr zugutekommen sollten, in andere Bereiche des Nahverkehrs um. Das Geld war also knapp. Inzwischen hat sich die Finanzlage gebessert. Es gibt neue Spielräume – und immer mehr Forderungen von Bürgern in einem wachsenden Bundesland

https://www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/berlin-neues-leben-auf-alten-gleisen-wo-das-bahnnetz-der-region-wachsen-koennte-li.206769

3/7

20-01-2022 11:17

Neues Leben auf alten Gleisen: Wo das Bahnnetz der Region wachsen könnte Bundesland. Abonnieren

Wriezener Bahn gehört ebenfalls zum Arbeitspaket „Es ist das Ziel aller Koalitionsparteien, die Brandenburgerinnen und Brandenburger noch besser an den Nahverkehr anzubinden“, sagte Brandenburgs Infrastrukturminister Guido Beermann (CDU). „Ein Baustein ist die Reaktivierung von ehemaligen Bahnstrecken.“ Im neuen Landesnahverkehrsplan 2023–2027 sollen die acht herausdestillierten Strecken aufgeführt werden – genauso wie die Halte Heidefeld, Kiekebusch, Bornim-Grube und Haida, die ebenfalls reaktiviert werden könnten.

Verkehr

Neue Berliner Senatorin: Parkgebühr für Anwohner ist „absurd niedrig“

Mit der Aufnahme eines Teils der Wriezener Bahn zumindest in das Arbeitspaket B können die dortigen Bahnverfechter nach jahrelangen Bemühungen ebenfalls einen Erfolg melden. „Seit 2006 führt die Wriezener Bahn nur noch von Berlin nach Werneuchen“, sagte Steffen Blunk von der Initiative Wriezener Bahn. Wriezen und das Oderbruch seien abgehängt – nur noch über Umwege erreichbar. „Wir freuen uns sehr, dass die Strecke nun in ihrer Verlängerung bis Wriezen im ersten Paket näher untersucht wird.“ Allerdings sei weiterhin ein langer Atem gefragt: „Zu optimistisch sein mag ich nicht, denn der Weg bis zur Jungfernfahrt auf der Strecke ist noch lang und steinig.“

Verkehr

Stillstand im Anti-Bullerbü: Wollen die Berliner wirklich eine andere Mobilität? Dass wohl noch viele Jahre vergehen werden, sieht man auch bei Pro Bahn so. In anderen Bundesländern wie BadenWürttemberg seien die Analysen zur Wiederbelebung von Strecken detailreicher und konkreter gewesen, sagte Lukas Iffländer, der Vize-Vorsitzende des Fahrgastverbands, der Berliner Zeitung. „Das Vorgehen in Brandenburg ist meines Erachtens im bundesweiten Vergleich in der unteren Mittelklasse, was den Umfang und die Ausführlichkeit angeht“, bemängelte er.

Pro Bahn spricht von „Alibiveranstaltung“ Auch der Pro-Bahn-Landesverband sieht Defizite. „Das Gutachten von VBB und PTV lässt sowohl in der Auswahl der betrachteten Reaktivierungskandidaten als auch an der gutachterlichen Herangehensweise nicht unbedingt den Schluss zu, dass das Thema im Land Brandenburg auch tatsächlich ernst genommen wird“, sagte der Vorsitzende Peter Cornelius. „Hier scheint eine Auswahl von reaktivierungsfähigen Bahnstrecken und Zugangsstellen getroffen worden zu sein, mit dem Ziel, möglichst wenig bis nichts umsetzen zu müssen.“ Strecken mit großem Potenzial wie Finsterwalde–Großräschen fehlten, ebenso wie Halte wie Hänchen bei Cottbus, Lauchhammer Süd oder Senftenberg BTU nicht vorkommen. Eine Überarbeitung des Gutachtens sei nötig, so Cornelius. „Anderenfalls sieht es für uns sehr

https://www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/berlin-neues-leben-auf-alten-gleisen-wo-das-bahnnetz-der-region-wachsen-koennte-li.206769

4/7

De tekst is automatisch uit het bestand gehaald en kan afwijken van het origineel (kolommen, tabellen en koppen lopen door elkaar). Het officiële stuk bij iBabs is leidend. Bron: https://api.notubiz.nl/document/11237918/1