05-10-04 Michael Schwendinger Von der Straße auf die Schiene 120522
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Von der Straße auf die Schiene: Güterverkehr 2040 Michael Schwendinger
1990: Gebäude 3x mehr THG als Lkw-Verkehr 2019: Lkw-Verkehr verdoppelt mehr THG als Gebäude
OECD-Prognose bis 2030: Güterverkehr EU: +30 %
Externe Kosten Lkw-Verkehr in Österreich: 4,2 Milliarden € pro Jahr
Externe Kosten für GV in EU: 208 Milliarden € pro Jahr 94 % Straße (195 Mrd. €) 2,6 % Bahn (5,4 Mrd. €) 2,1 % Flug (4,3 Mrd. €) 1,4 % Binnenschiff (2,9 Mrd. €)
Güterverkehr auf Klimakurs bringen • • •
Treibhausgas-Emissionen des Lkw-Verkehrs seit 1990 stark gestiegen Güterverkehr wird absehbar auch weiterhin zunehmen Lkw-Transporte haben für Gesamtgesellschaft im Vergleich zur Schiene unterschiedliche Nachteile: – – –
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Bahn ist um den Faktor 14 klimaverträglicher als Lkw Lkw verursachen rund 3x so hohe externe Kosten wie Schienengüterverkehr Bahn ist 7x energieeffizienter als ein Sattelschlepper
Ziel: Anteil des Schienengüterverkehrs muss bis 2040 stark steigen Generelle Strategie für Dekarbonisierung im Verkehr: 1. 2. 3.
Vermeiden Verlagern Verbessern
BMK: Mobilitätsmasterplan 2030
„Level playing field“ als Voraussetzung für Verlagerung • Wettbewerbsverzerrung als Hindernis für Verlagerung von Straße auf Schiene: 1. Externe Kosten des Lkw-Verkehr 2. Einhaltung von Regulierungen und Sozialstandards bei Lkw-Transporten: – – –
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Tempo-Limits Lohn- und Sozialstandards „Ausflaggen“ und illegale Kabotage
Beispiel Lkw-Kontrollzentrum Ripshausen in der Schweiz: 5 % der Lkw können kontrolliert werden – Beanstandung bei jeder 2. Kontrolle Vergleich Bahn: Übertretungen aus betrieblichen Gründen de facto unmöglich
Veränderung seit 2000: Straßennetz (A+S): +320 km Schienennetz: -530 km
Anschlussbahnen 2020 in Österreich gesamt: 1.046 48 % sind nicht bedient
2/3 des Transportvolumens auf der Schiene per Anschlussbahn abgewickelt
Fazit und Ausblick • •
Güterverkehr ist ein entscheidender Faktor für die Erreichung der Klimaziele „weiter wie bisher“ ist keine Option für Erreichung der Klimaneutralität 2040 Umsetzung „Level Playing Field“ bei Wettbewerb Lkw und Bahn – –
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Effizienzsteigerungen im Bahn-Sektor – –
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Bessere Internalisierung externer Kosten Strengere Kontrollen zur Einhaltung von Regulierung und Sozialstandards Abschaffung von Hürden und internationale Standardisierung: „Single European Railway Area“ Förderung und Nutzung technologischer Fortschritte für Bahngüterverkehr
Infrastruktur vorausschauend ausbauen – –
Kooperation statt „Bahn versus Lkw“: Umschlagflächen und „Einfüllstutzen“ verbessern Potenzial von Anschlussbahnen besser nutzen: Maßnahmen für Trendumkehr setzen
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit. Rückfragen an: michael.schwendinger@vcoe.at